Standbohrmaschine
Zuletzt aktualisiert: 14. Juli 2020

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Standbohrmaschinen sind das ideale Werkzeug für ambitionierte Heimwerker. Sie ermöglichen es Bohrungen mit maximaler Präzision und minimalem Arbeitsaufwand durchzuführen. Die Qualität und Eignung für bestimmte Arbeiten variiert dabei stark zwischen den verfügbaren Modellen am Markt. Ebenfalls kommen die verschiedenen Geräte mit unterschiedlichen Motorisierungen und eingebauten Extras.

Mit unserem Standbohrmaschine-Test 2020 wollen wir dir dabei helfen, den für dich passenden Standbohrer zu finden. Wir haben diverse Standbohrmaschinen miteinander verglichen und dir die jeweiligen Vor- sowie Nachteile dazu aufgelistet. Das soll dir die Kaufentscheidung so einfach wie möglich machen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Standbohrmaschinen sind fest installierte Bohrmaschinen und daher nur bedingt transportabel. Sie eignen sich ideal für senkrechte Bohrungen. Dabei unterstützen sie die Arbeit vor allem durch hohe Präzision in Kombination mit geringem Kraftaufwand.
  • Standbohrer unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Größe und Stabilität, sowie ihrer Antriebsart, Leistung und technischen Extras. Massive und kraftvolle Maschinen eignen sich für das Bohren fester Materialien, haben jedoch auch ihren Preis.
  • Die Wahl der richtigen Maschine setzt ein gewisses Know-how voraus. Es ist daher wichtig sich über die persönlichen Anforderungen seines Projekts vorab Gedanken zu machen. Kleinere und leichtere Maschinen sind oft vielseitig einsetzbar, jedoch in der Motorleistung begrenzt und somit nicht für das Arbeiten mit allen Materialien geeignet.

Standbohrmaschine Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Standbohrmaschine mit Allround-Ausstattung

Die Einhell BT-BD 501 ist ein solider Allrounder und eignet sich durch ihre Flexibilität sehr gut für den Privatgebrauch. Sie zeichnet sich durch eine Motorleistung von 500 Watt aus und verfügt über einen Riemenantrieb mit 9 Drehzahlstufen. Zudem ist der Bohrtisch schwenk- und drehbar wodurch du besonders vielseitig mit der Maschine arbeiten kannst. Das Spannfutter fasst Bohrer von 1,5 – 16 Millimeter.

Mit einem Preis, der sich um die 100 Euro Marke bewegt und maximaler Flexibilität, eignet sich dieser Standbohrer ideal für Einsteiger als auch für Profis. Suchst du nach einem preiswerten Gerät welches vielseitig einsetzbar ist, dann ist dieser Bohrer genau der richtige für dich.

Die beste Standbohmaschine mit elektronischem Antrieb

Die Bosch PBD 40 ist eine Standbohrmaschine, welche über einen elektronischen Direktantrieb verfügt. Dadurch lässt sich die Drehzahl beliebig variieren und per Digitalanzeige ablesen. Ein eingebauter Laser und eine LED-Lampe ermöglichen präzises Bohren und auch die Bohrtiefe kann vom digitalen Display abgelesen werden. Mit einer Motorleistung von 710 Watt kann auch in feste Materialien gebohrt werden.

Diese Maschine der Marke Bosch ist ein beliebtes Gerät unter Heimwerkern. Das Gerät zeichnet sich besonders durch seine Benutzerfreundlichkeit aus und eignet sich auch gut für größere und massivere Werkstücke. Dieser Tischbohrer eignet sich ideal für erfahrene Handwerker mit einer Vorliebe für moderne technische Feinheiten.

Die beste Standbohrmaschine zum günstigen Preis

Die Einhell TC-BD 350 ist ebenfalls ein solider Allrounder. Die Maschine besitzt eine Motorleistung von 350 Watt und kann somit gut für herkömmliche Heimarbeiten verwendet werden. Der Bohrtisch lässt sich problemlos schwenken und drehen. Die Drehzahl kann in 5 Stufen an das jeweilige Werkstück angepasst werden. Zudem verfügt dieser Standbohrer viele weitere Einstellungsoptionen, was ihn sehr vielseitig einsetzbar macht.

Der Preis dieses Standbohrers liegt deutlich unter der 100 Euro Marke und macht ihn somit zu einer sehr preiswerten Option. Mit den unzähligen Einstellungen bist du sehr flexibel beim Arbeiten. Falls du ein vielseitiges Gerät für wenig Geld suchst, dann ist dieses Gerät der Marke Einhell eine gute Wahl.

Kauf- und Bewertungskriterien für Standbohrmaschinen

Im nachfolgenden Teil zeigen wir dir die wichtigsten Aspekte, die es bei der Wahl der idealen Standbohrmaschine zu beachten gibt.

Hier sind die Kriterien, welche dir beim Vergleich verschiedener Standbohrer helfen können, im Überblick:

Unter den folgenden Punkten erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Motorleistung

Die Motorleistung der Tischbohrmaschine ist ein wichtiger Indikator in Bezug auf die Kraft der Maschine. Die Leistung wird üblicherweise in Watt angegeben und befindet sich für gewöhnlich in einem Bereich von grob 300 bis 800 Watt. Sinngemäß weisen kleinere und günstigere Standbohrer auch eine geringere Motorleistung auf, während größere und teurere Geräte kraftvoller sind.

Im Grunde spielt die Motorleistung hauptsächlich in Bezug auf die Arbeitsmaterialien eine entscheidende Rolle. Je nachdem in was gebohrt werden soll ist eine höhere Bohrleistung erforderlich.

Umso härter das Material, desto mehr Leistung sollte der Standbohrer haben.

Für leichte Materialien reicht üblicherweise eine Maschine mit einer Motorleistung von etwa 350 Watt. Sollen jedoch härtere Materialien, wie beispielsweise Hartholz gebohrt werden, so ist eine Motorleistung von mindestens 500 Watt empfehlenswert um ein sauberes Ergebnis zu erzielen.

Getriebe und Drehzahlregelung

Herkömmliche Standbohrer gibt es in zwei verschiedenen Antriebsarten.

Bohrer mit Riemenantrieb nutzen einen Riemen zur Kraftübertragung. Der Motor liegt dabei für gewöhnlich hinter der Säule. In der Verwendung ist der Motor mit einer Fahrrad-Gangschaltung zu vergleichen. Der eingespannte Antriebsriemen sorgt für eine gleichbleibende Drehzahl.

Durch manuelle Umspannung des Riemens kann die Drehzahl stufenweise verstellt werden und somit auch die Kraftübertragung (so wie es beim Fahrrad einen hohen und niedrigen Gang gibt).

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Die Alternative zum Riemenantrieb ist der Direktantrieb durch einen Elektromotor.

Dieser kann direkt am Bohrteil befestigt werden und somit platzsparend verbaut werden.

Die Drehzahlregelung erfolgt hierbei stufenlos und elektronisch.

Dabei solltest du beachten, dass die Maschine auch über eine Einstellungsmöglichkeit des Drehmoments verfügen sollte, um auch hier die Kraftübertragung regulieren zu können.

Antriebsart Vorteile Nachteile
Riemenantrieb Günstiger, Geringe Defektanfälligkeit, Altbewährt Drehzahlregelung erfolgt für gewöhnlich nur stufenweise, Antriebsgehäuse nimmt Platz
Direktantrieb Drehzahl stufenlos regulierbar, Kompakte Motoren, Benutzerfreundlicher Teurer in der Anschaffung, Elektronik ist defektanfälliger

Während ein elektronischer Direktantrieb sehr benutzerfreundlich ist, hat die Sache einen Haken. Die Geräte sind oft etwas teurer und der Motor ist bei einem Defekt nur schwer zu reparieren. Riemenantriebe sind hingegen altbewährt und oft günstiger in der Anschaffung.

In seltenen fällen lassen sich auch stufenlos regulierbare Standbohrer mit Riemenantrieb finden. Hier ermöglichen Drehscheiben an welchen der Antriebsriemen entlang geführt wird eine stufenlose Drehzahlregulierung.

Stabilität

Um ein präzises und sicheres Arbeiten mit der Standbohrmaschine zu gewährleisten ist die Stabilität des Geräts besonders wichtig. Je größer und schwerer die Maschine, desto höher ist auch für gewöhnlich die Stabilität in der Anwendung. Das hat jedoch auch seinen Preis. Bei der Auswahl des Tischbohrers solltest du dir vor allem die Frage stellen, mit welchen Materialien du denn eigentlich arbeiten möchtest.

Stabilität ist gerade beim Bohren sehr harter Materialien besonders wichtig. Diese hat jedoch auch ihren Preis.

Größere Maschinen, welche einen Ständer aus reinem Stahlguss besitzen, nennt man auch Ständerbohrmaschinen. Diese sind besonders massiv und geben somit auch die nötige Stabilität beim Bohren sehr fester Materialien.

Aufgrund ihrer Größe und des Gewichts werden sie allerdings nur selten im Privatgebrauch verwendet.

Leichtere und günstigere Alternativen sind Standbohrmaschinen mit einem Rohr als Ständer. Diese Geräte werden auch als Säulenbohrmaschinen bezeichnet. Sie eignen sich gut für den üblichen Heimwerker Gebrauch, besitzen aber oftmals beim Bohren sehr fester Materialien nicht die nötige Stabilität.

Bohrtisch

Der Bohrtisch der Standbohrmaschine ist am Ständer befestigt. Die Art der Befestigung kann je nach Modell variieren und hängt auch vom Maschinentyp ab. Die Bohrtische massiver Ständerbohrmaschinen sind für gewöhnlich direkt mit dem Ständer durch eine Führung verbunden. Dies gewährleistet zwar maximale Stabilität beim Arbeiten, macht das Gerät jedoch auch sehr unflexibel.

Säulenbohrmaschinen besitzen für gewöhnlich Bohrtische, welche viel flexibler in der Anwendung sind. Sie sind oft seitlich schwenkbar und auch drehbar. Somit kannst du im Bedarfsfall den Bohrtisch zur Seite drehen und den Bohrfuß als Spanntisch verwenden. Löcher können durch die Drehung in verschiedenen Einfallswinkeln gebohrt werden.

Die Flexibilität des Bohrtisches ist im Privatgebrauch besonders wichtig.

So können Werkstücke auf verschiedenste Weise bearbeitet werden. Informiere dich als gründlich vorab über die Einsatzmöglichkeiten des Geräts damit es auch für deine Anforderungen tauglich ist.

Bohrhub

Je nach Modell variiert auch die mögliche Bohrtiefe der Standbohrmaschine. Je nachdem welche Arbeiten du durchführen willst, kann die maximale Bohrtiefe ein wichtiges Kriterium in der Auswahl des für dich geeigneten Bohrers sein. Der Bohrhub ist also die Tiefe, bis zu welcher du den Bohrer im Bohrvorgang absenken kannst und liegt bei verschiedenen Modellen meist in einem Bereich zwischen 50 – 90 Millimetern.

Je tiefer sich mit der Tischbohrmaschine bohren lässt, desto stabiler sollte auch der Bohrer sein. Dabei solltest du darauf achten, dass die Maschine über eine konstante Pinolenführung verfügt.

Zudem sollte aus Sicherheitsgründen ein sogenannter Anschlagring vorhanden sein, der gewährleistet, dass sich der Standbohrer automatisch abschaltet, wenn die maximale Bohrtiefe erreicht ist.

Bohrfutter

Weiter zu beachten ist noch die Spannweite des Bohrfutters. Bei manchen Maschinen lassen sich Bohreinsätze zwischen 1,5 – 16 Millimeter einspannen. Somit kann der Durchmesser der Bohrung stark variiert werden. Das ist jedoch nicht bei allen Standbohrmaschinen der Fall. Informiere dich also vor dem Kauf über die mögliche Bohrfutterspannweite, vor allem wenn du sehr kleine oder große Bohrungen planst.

Schnellspannfutter ermöglichen ein super einfaches Wechseln der Bohrer.

Moderne Maschinen besitzen zudem auch oft ein sogenanntes Schnellspannfutter. Damit können die verschiedenen Bohraufsätze schnell und einfach ausgetauscht werden. Anderen Standbohrer haben ein altbewährtes Zahnkranzfutter. Hier muss das Bohrfutter mithilfe eines Inbusschlüssels festgezogen werden, was etwas umständlicher ist.

Obwohl Schnellspannfutter sehr benutzerfreundlich sind solltest du vor allem hier auf die Qualität achten. Gerade beim Bohren harter Materialien kann es bei günstigeren Maschinen mit Schnellspannfunktion zu Problemen mit der Stabilität des Bohrers kommen. Zahnkranzfutter sind also umständlicher, liefern jedoch auch meistens sehr guten Halt.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Standbohrmaschine kaufst

Bevor du dir eine Standbohrmaschine anschaffst, hast du sicherlich ein paar Fragen, welche du vorher abklären möchtest. In diesem umfangreichen Ratgeber haben wir dir die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen rund ums Thema Standbohrmaschine herausgesucht und übersichtlich beantwortet. Der Ratgeber soll dir dabei helfen, den für dich perfekten Tischbohrer zu finden.

Was genau ist eine Standbohrmaschine und wozu wird sie verwendet?

Die Standbohrmaschine ist grundsätzlich nichts Anderes als eine fest installierte Bohrmaschine. Aufgrund ihrer festen Verankerung und ihrem Aufbau lassen sich eine Vielzahl von Heimwerkerarbeiten mit großer Präzision durchführen. Der Begriff Standbohrmaschine wird im Netz oft mit den Begriffen Ständerbohrmaschine, Tischbohrmaschine oder Säulenbohrmaschine gleichgesetzt.

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Standbohrmaschinen ermöglichen auch bei schweren Bohrungen ein präzises Arbeiten mit wenig Anstrengung.
(Bildquelle: Lisa Fotios / pexels)

Obwohl es hier historische Unterschiede gibt, lassen sich auf gängigen Seiten jedoch keine deutlichen Unterscheidungsmerkmale erkennen. Die Maschinen verschiedener Hersteller variieren in ihrer Leistung und ihren Anwendungsmöglichkeiten. Daher solltest du dir grundsätzlich vor dem Kauf darüber Gedanken machen, für welche Arbeiten du die Maschine verwenden möchtest.

Mithilfe von Standbohrmaschinen lassen sich Löcher auf den Millimeter genau bohren. Somit kannst du das Bohrloch genau platzieren und Winkel, sowie Bohrtiefe exakt bestimmten. Neben den klassischen Bohrarbeiten können sie auch für Fräsarbeiten genutzt werden.

Wie ist eine Standbohrmaschine aufgebaut und wie funktioniert sie?

Die Standbohrmaschine besteht einfach gesagt aus 5 wichtigen Komponenten, welche für ihre Funktionsweise maßgeblich sind. Diese wären:

  • Standfuß
  • Ständer
  • Bohrtisch
  • Bohrspindel
  • Getriebe & Motor

Hierbei sorgt der schwere Standfuß für die nötige Stabilität. Dieser kann gegebenenfalls auch am Tisch fixiert werden. Der Ständer verbindet den unteren Fußteil mit dem oberen Bohrteil. Da wird auch der verstellbare Bohrtisch am  Ständer befestigt wird, sollte dieser ebenfalls robust sein. Das obere Kopfteil besteht aus dem eigentlichen Bohrer und dem Getriebe.

Standbohrmaschinen laufen entweder mit Riemenantrieb oder mit Elektromotor.

Die Funktionsweise des Getriebes hängt von der Getriebeart ab. Viele Modelle verfügen über ein altbewährtes Riemengetriebe. Diese sind üblicherweise günstiger als Standbohrmaschinen mit Direktantrieb und sind wenig defektanfällig.

Die Drehzahl lässt sich hier für gewöhnlich stufenweise durch manuelle Adjustierung verändern. Jedoch gibt es auch stufenlos regelbare Geräte.

Bei Standbohrmaschinen mit Direktantrieb ist der Motor meist direkt an der Bohrspindel angebracht. Der Antrieb erfolgt hierbei oft über einen Elektromotor, durch welchen die Drehzahl leicht und bequem stufenlos einstellbar ist.

Welche Vorteile bieten Standbohrmaschinen?

Standbohrmaschinen sind aufgrund ihres Gewichts und ihrer Größe klarerweise nur sehr schwer mobil einsetzbar. Dennoch gibt es im Vergleich zu herkömmlichen Bohrmaschinen einige Vorteile, welche diese Maschinen auszeichnen.

Hier haben wir dir die wichtigsten Vorteile im Überblick aufgelistet:

  • Arbeiten mit Präzision: Durch die Fixierung der Maschine und des Werkstückes werden mögliche Fehlerquellen minimiert. Durch die Möglichkeit der genauen Einstellung von Bohrtiefe und Einfallswinkel kannst du somit exakte Bohrungen vornehmen. Manche Geräte verfügen über Extras wie einen Lasermarker, mit welchem sich die Bohrstelle genau markieren lässt.
  • Leistung: Standbohrmaschinen verfügen für gewöhnlich über eine höhere Leistung als herkömmliche Handbohrer. Zudem kann die Leistung der Maschine durch genaue Einstellung von Drehzahl und Drehmoment an das jeweilige Werkstück und Material angepasst werden.
  • Bequemes Arbeiten: Beim Arbeiten mit einem Standbohrer beschränkt sich die körperliche Anstrengung auf ein Minimum. Den Aufwand, welcher zur Fixierung des Werkstückes und zum Bohren benötigt wird, übernimmt die Maschine. Somit muss nur der Bohrer mittels Vorrichtung auf und ab bewegt werden. So können auch große Projekte mit wenig Kraftaufwand und hoher Genauigkeit bewältigt werden.
  • Materialverbrauch: Standbohrer ermöglichen das Arbeiten mit hoher Präzision und bieten Anpassungsmöglichkeiten von Drehzahl und Drehmoment an das Material. Somit kannst du sauber und effizient arbeiten und Materialschäden vermeiden, welche zu einem höheren Verbrauch führen.

Bist du ein echter Heimwerker und / oder hast ein größeres Projekt geplant, dann kann sich der Kauf einer Standbohrmaschine also definitiv für dich lohnen.

Welche Arten von Standbohrmaschinen gibt es?

Wie schon erwähnt unterscheiden sich diverse Geräte je nach Hersteller. Die verschiedenen Bezeichnungen werden im Netz oft gleichbedeutend als Synonyme für das Wort Standbohrmaschine verwendet. Das ist nicht gerade übersichtlich und kann leicht für Verwirrung sorgen. Tatsächlich, gibt es aber grundlegende Unterscheidungsmerkmale zwischen Ständerbohrmaschinen und sogenannten Säulenbohrmaschinen. Hier wollen wir dir beide Varianten vorstellen.

Ständerbohrmaschine

Ständerbohrmaschinen sind die für gewöhnlich groß und schwer. Sie tragen ihren Namen da der Ständer aus reinem Stahlguss besteht, was die Maschine besonders massiv und stabil macht. Somit eignen sie sich auch für Arbeiten unter enorm hoher Belastung, wie es beispielsweise für das Bohren sehr harter Materialien nötig ist. Grundsätzlich werden Ständerbohrmaschinen eher von Industriebetrieben als von Privatanwendern gebraucht.

Vorteile
  • Hohe Stabilität
  • Eignung für das Bohren großer Löcher in z.B. Stahl
  • Fräsarbeiten geeignet
Nachteile
  • Hohes Gewicht
  • Größe
  • Bohrtisch unflexibel
  • Preis

Die hohe Stabilität geht mit einer gewissen Größe, Gewicht und entsprechendem Preis einher. Da bei Fräsarbeiten höhere Seitenkräfte wirken, sind Ständerbohrmaschinen auch hierfür geeignet. Sie haben jedoch den Nachteil, dass sich der Bohrtisch nur in der Höhe verstellen lässt. Seitlich ist er für gewöhnlich nicht drehbar, wodurch diese Maschinen weniger flexibel im Einsatz sind.

Säulenbohrmaschine

Säulenbohrmaschinen unterscheiden sich von Ständerbohrmaschinen dadurch, dass anstelle eines massiven Stahlständers ein Stahlrohr verwendet wird. Dadurch haben sie oft weniger Gewicht und benötigen weniger Platz. Im privaten Heimgebrauch werden deswegen überwiegend Säulenbohrmaschinen verwendet.

Vorteile
  • Leichter
  • Kleinere Gerätegrößen verfügbar
  • Flexibler Bohrtisch
  • Günstiger in der Anschaffung
Nachteile
  • Weniger Stabilität
  • Für Arbeiten mit enormer Kräftewirkung ungeeignet
  • Für Fräsarbeiten bedingt geeignet

Durch die Verwendung eines Rohres werden Säulenbohrmaschinen leichter und flexibler in der Anwendung. Der Bohrtisch ist für gewöhnlich seitlich drehbar, wodurch auch oftmals der Standfuß als Spanntisch verwendet werden kann. Sie eignen sich gut für normale Bohrarbeiten, wobei die Stabilität bei Bohrungen mit großer Kräftewirkung nachlässt. Im Zweifelsfall solltest du hier je nach Gebrauch vor dem Kauf genauer recherchieren und diverse Produktrezensionen beachten.

Was kostet eine Standbohrmaschine?

Grundsätzlich ist die Preisgestaltung mit der von gewöhnlichen Bohrmaschinen vergleichbar. Die Preisspanne ist sehr weit. Dabei sind Größe, Funktionen, Qualität der Bestandteile und auch die Marke des Herstellers ausschlaggebend.

Kleinere Standbohrmaschinen für den klassischen Heimgebrauch findest du schon ab etwa 90 Euro.

Kleine und leichtere Säulenbohrmaschinen findet man hier schon ab etwa 90 Euro. Diese Geräte besitzen grundsätzlich alle nötigen Funktionen und sind meistens für den einfachen Heimwerker Gebrauch ausreichend.

Bei Maschinen für größere Bohrungen und harten Materialien verhält sich das schon anders. Diese Geräte können je nach Größe und Leistung mehrere Hundert Euro kosten, wobei hier nach obenhin keine Grenzen gesetzt sind.

Der Preis verschiedener Standbohrer variiert zudem meist nach verwendeter Motorisierung. Billigere Geräte verwenden dabei für gewöhnlich einen Riemenantrieb, welcher oft auch stufen regulierbar ist. Für eine stufenlose Regulierung der Drehgeschwindigkeit eignen sich Elektromotoren besser. Diese sind in der Regel etwas teurer.

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Standbohrmaschinen lassen sich vielseitig für das Heimwerken einsetzen.
(Bildquelle: Adi Goldstein / unsplash.com)

Wie schon angemerkt zeichnen sich die größeren Ständerbohrmaschinen dadurch aus, dass der Ständer aus massivem Stahlguss besteht. Dieser ist sehr schwer und sorgt für die nötige Stabilität beim Bohren bei hoher Kräftewirkung. Dadurch wird auch bei hohen Kräften ein präzises Arbeiten ermöglicht. Diese Maschinen haben jedoch auch ihren Preis.

Wo kann ich eine Standbohrmaschine kaufen?

Standbohrmaschinen kannst du in diversen Baumärkten, im Fachhandel und in vielen Online-Shops finden.

Hier eine Auflistung an Shops, wo du deinen Standbohrer kaufen kannst:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • hornbach.de
  • bauhaus.at
  • conrad.de
  • obi.de

Alle Tischbohrmaschinen, die wir dir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen. Wenn du ein Gerät gefunden hast, das dir gefällt, kannst du gleich zuschlagen.

Welche Alternativen gibt es zu Standbohrmaschinen?

Wie schon erwähnt sind Standbohrmaschinen das beste und effizienteste Mittel um präzise Bohrarbeiten durchzuführen. Dennoch möchtest du vielleicht keine mehrere Hundert Euro für eine solche Maschine ausgeben oder benötigst nur ein paar Löcher für ein kleineres Projekt.

Hierfür sind Bohrmaschinenständer eine günstige Alternative zu den teureren Standgeräten. Deine gewöhnliche Handbohrmaschine wird hier einfach an einer Standvorrichtung fixiert. Oftmals besitzen diese Vorrichtungen einen Hebel, mit dessen Hilfe du den Bohrer dann absenken kannst. Für leichte Bohrarbeiten und kleine Werkstücke ist so ein Ständer vollkommen ausreichend.

Vergleich Vorteile Nachteile
Bohrmaschinenständer Flexibel einsetzbar, Günstig, Handbohrmaschine verwendbar, Transportabel Nicht für größere Werkstücke / Bohrungen geeignet, Geringe Stabilität, Leistung von der Handbohrmaschine abhängig, Handhabung erfordert mehr Geschick und Kraft
Standbohrmaschine Für große Werkstücke geeignet, Hohe Stabilität und Präzision, Hohe Leistung, Angenehmes Arbeiten Teurer in der Anschaffung, Nur bedingt transportabel, Geringere Flexibilität

Gute Bohrmaschinenständer lassen sich in diversen Shops schon ab 20 – 30 Euro finden. Falls du also schon eine gewöhnliche Handbohrmaschine besitzt und nur kleine Bohrarbeiten durchführen willst, sind diese Vorrichtungen eine gute Alternative.

Kann man mit einer Standbohrmaschine auch Fräsarbeiten durchführen?

Ja. Grundsätzlich ist das Fräsen mit Aufrüstung geeigneter Werkzeuge möglich. Jedoch solltest du hierbei Vorsicht walten lassen. Bei Fräsarbeiten entstehen höhere Seitenkräfte als beim gewöhnlichen Bohren. Das hat zufolge, dass sich vor allem kleinere Säulenbohrmaschinen aufgrund der geringeren Stabilität nicht für das Fräsen eignen.

Kleinere Standbohrmaschinen sind aufgrund ihrer geringeren Stabilität nicht für Fräsarbeiten geeignet.

Größere und stabile Maschinen sind für Fräsarbeiten schon besser geeignet. Hierbei ist allerdings trotzdem anzumerken, dass eine Standbohrmaschine keine Fräsmaschine ist und diese deswegen auch nur bedingt ersetzen kann.

Für kleinere und leichtere Arbeiten kann sie jedoch trotzdem geeignet sein. Im Netz findest du hierzu verschiedene Meinungen.

Möchtest du eventuell auch Fräsarbeiten mit dem Gerät durchführen, dann informiere dich vorab durch das Lesen verschiedener Kundenmeinungen oder informiere dich beim Hersteller. Alternativ lassen sich auch Kombinationsgeräte für Bohr- und Fräsarbeiten finden. Diese sind jedoch meist deutlich teurer als gewöhnliche Standbohrer.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.vbg.de/apl/arbhilf/unterw/40_sbm.htm

[2] https://www.werkstatt-betrieb.de/themen/basics/bohren/bohren-maschinen/artikel/staenderbohrmaschinen-1200855.html

[3] https://gewindeaufschneider.de/blog/bestandteile-einer-staenderbohrmaschine/

Bildquelle: Białasiewicz/ 123rf.com

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Peter ist gelernter Maurer und hat viele Jahre in verschiedenen Betrieben gearbeitet. Er besitzt eine Hobby-Werkstatt zuhause und werkelt in seiner Freizeit an verschiedenen Do-it-yourself-Projekten. Er kennt sich bestens mit Inneneinrichtung und Werkzeugen aus.