Säulenbohrmaschine

Willkommen bei unserem großen Säulenbohrmaschine Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Säulenbohrmaschinen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Säulenbohrmaschine zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Säulenbohrmaschine kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Säulenbohrmaschinen werden zum präzisen Bohren verschiedener Materialien, wie Stahl und Holz, verwendet. Die Vorschubbewegung erfolgt dabei senkrecht von oben nach unten.
  • Man kann Ständerbohrmaschinen in Heimwerker- und Industriemaschinen unterteilen. Auf unserer Seite unterscheiden wir hauptsächlich die Netzspannung, wobei Industriebohrmaschinen durch mehr Spannung auch eine höhere Leistung haben und in der Regel größer und teurer sind als Heimwerkermaschinen.
  • Die Bezeichnungen Säulenbohrmaschine, Ständerbohrmaschine und Standbohrmaschine werden in den meisten Fällen, wie auch hier, synonym verwendet. Tischbohrmaschinen sind ebenfalls Säulenbohrmaschinen, die kleiner sind und wie der Name sagt, auf einer höher gelegenen Fläche befestigt werden.

Säulenbohrmaschine Test: Favoriten der Redaktion

Die Säulenbohrmaschine mit dem besten Preis-Leisungs-Verhältnis

Mit dem großartigen Preis-Leistungsverhältnis der Einhell BT-BD 501 kann der Hobbyheimwerker in der heimischen Werkstatt nichts falsch machen. Die Säulenbohrmaschine erfüllt ihren Zweck im nichtprofessionellen Gebrauch.

Die BT-BD 501 ist mit ihren Maßen von 65 x 43 x 19 cm schon größer als die Vorgängerin 401, aber noch im normalen Bereich. Die 21,5 kg schwere Bohrmaschine lässt sich auch noch gut zu ihrem vorbestimmten Platz auf der Werkbank transportieren.

Du solltest die Maschine an einem vorbestimmten Platz auf deiner Werkbank oder auf einem eigens dafür gebastelten oder gekauften Tisch festschrauben. Es gibt vier dafür vorgesehene Löcher in der Fußplatte neben den Langlöchern. Dies ist ein Vorteil gegenüber manch anderen Tischbohrmaschinen, deren Langlöcher bei Bedarf eventuell zum Montieren genutzt werden müssen. Solche Bohrmaschinen sind darauf ausgelegt, dass es möglich ist, ohne feste Montage bohren zu können. Einhell hat zum Glück etwas weiter gedacht.

Der Bohrtisch hat wie bei den meisten Säulenbohrmaschinen viele Einstellungen für verschiedene Arbeiten. Der Abstand zwischen Bohrspindel und Säule misst 115 cm.

Neben der stufenlosen Höhenverstellung der Arbeitsplatte ist sie außerdem neigbar und ausschwenkbar. Die Fußplatte kann dadurch ebenfalls genutzt werden. An den beiden Langlöchern kannst du einen beliebigen Maschinenschraubstock anbringen.

Eine Motorleistung von 500 Watt treibt die Pinole auf Drehzahlen zwischen 280 und 2.350 Umdrehungen pro Minute.

Mit der 9-fachen Abstufung der Drehzahlen lassen sie sich optimal an viele verschiedene Bohrdurchmesser anpassen. Bei kleinen Bohrern brauchst du eine große Drehzahl und andersherum. Du kannst die benötigte Drehzahl schnell an der Stufenriemenscheibe einstellen.

Die kugelgelagerte Bohrspindel hat eine B16-Aufnahme. Bei dieser Säulenbohrmaschine können Bohrer von 3 bis 16 mm eingespannt werden.

Nachdem du den Späneschutz hochgeklappt hast, ist es möglich, Bohrer im Durchmesser von 3 bis 16 mm im Zahnkranzbohrfutter anzubringen. Es gibt jedoch auch BT-BD 501 Säulenbohrmaschinen in einer anderen Ausführung, die Bohrer ab 1,5 mm annehmen können. Wir würden daher empfehlen, vor dem Kauf eines Produkts stets nochmal alle Eigenschaften nachzuprüfen.

Die beste Allround Säulenbohrmaschine

Mit ihrer guten Bohrleistung und den modernen Einrichtungen wurde die Bosch PBD 40 zum Favoritprodukt der Kunden. Das Produkt überzeugt mit seiner einfachen Handhabung und der angenehmen Drehzahlregulierung. Die Säulenbohrmaschine PBD 40 von Bosch ist mit ihren 11,2 kg leichter als die meisten anderen Tischbohrmaschinen. Die Größe von 74,5 x 37,7 x 27 cm ist üblich für Bohrmaschinen, die auf der Werkbank montiert werden.

Trotz ihres geringen Gewichts wirkt die Bohrmaschine robust und besonders der Fuß ist groß und schwer genug, dass er einen stabilen Stand bietet. Dieser Vorteil führt sogar dazu, dass du die Tischbohrmaschine nicht einmal unbedingt festschrauben muss, bevor du sie benutzt.

Die Bosch PBD 40 bietet im ersten Gang große Kraft für Drehzahlen zwischen 200 und 850 Umdrehungen pro Minute und im zweite Gang schafft sie 600 bis 2.500 Umdrehungen bei stufenloser Drehzahlregulierung.

Trotz ihres geringen Gewichts hat die Tischbohrmaschine von Bosch eine beachtliche Motorleistung von 710 Watt. In die Bohrspindel lassen sich Bohrer des Durchmessers 1,5 bis 13 mm durch Schnellspannfutter einspannen. Dabei wird eine Bohrleistung von 13 mm durch Stahl und 40 mm durch Holz versprochen.

Bei dieser Säulenbohrmaschine kann ungewöhnlicherweise nur der Fuß als Bohrtisch benutzt werden. Mit seinem Parallelanschlag und den mitgelieferten Schnellspannklemmen kann man auch dort problemlos arbeiten. Zur Ausladung wird im Internet keine Angabe gemacht, laut Kunden liegt sie jedoch bei etwa 115 mm.

Der nicht vorhandene Bohrtisch wird dadurch kompensiert, dass statt seiner der Motor mit Bohrspindel selbst stufenlos höhenverstellbar ist. Allerdings ist die Arbeitsfläche durch den Umstand nicht wie bei den meisten anderen Maschinen neig- oder schwenkbar. Zu beachten ist die Ausladung von ca. 115 mm. Mit den beiliegenden Hilfsmitteln lassen sich jedoch Werkstücke aller Form gut festklemmen und bearbeiten. Auch ein Maschinenschraubstock mit 80 mm Lochabstand kann angebracht werden.

Die Bosch PBD 40 ist eine der modernsten Ständerbohrmaschinen mit ihren elektronischen Ausstattungen. Neben des Lasers verfügt sie auch über eine Digital-Anzeige und eine LED-Beleuchtung der Arbeitsfläche. Diese Hilfsmittel können sich als überaus praktisch erweisen. Eine Gewindeschneideeinrichtung, also einen Linkslauf, hat die Maschine allerdings nicht.

Am meisten Zeit nimmt es bei Säulenbohrmaschinen in Anspruch, wenn man die Bohrung vorbereitet. Der richtige Bohrer muss eingesetzt, eine entsprechende Drehzahl festgelegt und das Werkstück passend platziert werden. Durch neue Technologien wird es bei der Bosch PBD 40 möglich, die voreingestellte Drehzahl am Display abzulesen.

Auch die exakte Bohrtiefe wird angezeigt, wenn man den Abstand zwischen Werkstückoberseite und dem Tiefenanschlag einstellt. Die maximale Bohrtiefe liegt bei 90 mm. Das Laserkreuz lässt als weitere Hilfe genau erkennen, an welcher Stelle das Bohrloch entstehen wird und macht eine präzise Bohrung möglich.

Die beste leichte Säulenbohrmaschine

Die Proxxon TBM 220 eignet sich hervorragend für filigrane Bohrarbeiten und ist daher bei Modellbauern und anderen Hobbybastlern sehr beliebt. Sie überzeugt mit hoher Qualität und vielen Nachrüstmöglichkeiten. Die Proxxon Tischbohrmaschine 220 ist für filigrane Arbeiten optimal und selbst ein ebenso feines Gerät mit ihrem Federgewicht von nur 3,3 kg und der Höhe von 32 cm.

Selbst für eine Tischbohrmaschine ist sie damit ein besonders kleines Gerät, das jedoch ebenso feine Arbeiten zu verrichten weiß und für entsprechende Funktionen eingesetzt werden kann. Es wird auf der Fußplatte gearbeitet, doch unter dem zahlreichen Zubehör der Bohrmaschine, das du extra kaufen kannst, findet sich ein Koordinationstisch.

Die TBM 220 hat keinen eigenen Bohrtisch, doch wie bei der Bosch PBD 40 lässt sich stattdessen das Motorgehäuse mit Bohrspindel in der Höhe verstellen. Mit einer für Tischbohrmaschinen verhältnismäßig großer Ausladung von 140 mm lässt sich also auch an dieser Maschine einiges umsetzen. Zusätzlich bietet Proxxon viel Zubehör an, wie beispielsweise einen Koordinatentisch, wodurch man in der Lage ist, noch präziser zu bohren.

In der kleinen Maschine ist auch nur ein kleiner Motor mit einer Leistung von 85 Watt. Dieser reicht aber völlig aus, um die feinen Bohrarbeiten mit einem 3-fach-Riemengetriebe zu verrichten.

Mit Hand muss man bei der TBM 220 den Riemen selbst umlegen, um eine Drehzahl von entweder 1.800, 4.700 oder 8.500 Umdrehungen pro Minute zu erhalten. Die Leistung ist hoch genug, um kleine, präzise Löcher in Stahl bohren zu können.

Durch sechs dreifach geschlitzte Stahlspannzangen (1 – 1,5 – 2 – 2,4 – 3 und 3,2 mm) kannst du Bohrer wechseln und ein passendes Werkzeug je nach Gebrauch einspannen. Die 6 MICROMOT-Stahlspannzangen sind im Lieferumfang der TBM 220 enthalten. Es wird jedoch empfohlen, das Röhm-Bohrfutter der gleichen Marke dazuzukaufen, welches 0,5 bis 6 mm einspannt.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Säulenbohrmaschine kaufst

Worum handelt es sich bei der Tischbohrmaschine und was sind ihre Vor- und Nachteile?

Tischbohrmaschinen sind für gewöhnlich deutlich leichter und handlicher als die gewöhnlichen Säulenbohrmaschinen, wodurch sie etwas mobiler sind.

Es bedarf eines Tisches oder eines Untergestells, das es speziell für Werkstätten zu kaufen gibt oder auch gern mal vom Handwerker selbst hergestellt wird. Tischbohrmaschinen werden häufiger für spezielle Gebiete verwendet; oftmals von Feinmechanikern im Modellbau, von Uhrmachern oder beispielsweise zur Bearbeitung von Edelsteinen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Ständer- beziehungsweise Standbohrmaschine und einer Säulenbohrmaschine?

Bei uns heißt das aber Standbohrmaschine. Meistens wird mit den vielen Begriffen genau dasselbe gemeint. Auch wir stellen die Namen gleich und verwenden sie als Synonyme.

In der Theorie ist der Tisch einer Ständer- beziehungsweise Standbohrmaschine im Gegensatz zu dem einer Säulenbohrmaschine unbeweglich und höchstens höhenverstellbar. Manche unterscheiden sie darin, dass letztere nur zehn bis 50 Millimeter Bohrdurchmesser (bei Stahl) benutzt werden, wobei Ständerbohrmaschinen für bis zu 90 Millimeter eingesetzt werden.

Viele Handwerker und auch Internetverkaufsseiten stellen die beiden Begriffe jedoch gleich. Auch in unserem Ratgeber benutzen wir die Begriffe zunächst synonym. Wenn Ständer- oder Standbohrmaschine geschrieben steht, ist auch eine Säulenbohrmaschine gemeint und umgekehrt.

Der Unterschied zwischen den beiden sollte trotzdem im Hinterkopf bleiben, wenn du auf Hersteller- oder Produktseiten unterwegs bist.

Die Hersteller unterteilen ihre Maschinen in der Regel nach eigenem Ermessen. Umso wichtiger ist es, dass du dir unseren Ratgeber aufmerksam durchliest und mit dieser Hilfe anhand der Angaben auf den Produktseiten selbst bestimmen kannst, welche Bohrmaschine du auswählst.

Wie viel darf deine Ständerbohrmaschine kosten?

Säulen- oder Ständerbohrmaschinen gibt es in allen Preisklassen. Dabei gilt meist auch: je höher die Qualität, desto größer die Kosten. Es hängt stark davon ab, welche Ansprüche du an deine Bohrmaschine stellst.

Für die Industrie bedeutet der Kauf oft eine sehr kostspielige Investition, die auch mal mehrere tausend Euro beanspruchen kann, doch für manche Hobbyhandwerker tut es auch schon eine Maschine für etwa 50 Euro.

Diese können jedoch etwas unpräziser ausfallen oder lauter sein, als etwas teurere Modelle für mehrere hundert Euro. Bei beschränktem Budget lohnt es sich, die Bewertungen durchzulesen und das beste Preis-Leistungsverhältnis zu finden. Die Kaufentscheidung sollte bei der Anschaffung einer Maschine stets gut überlegt sein.

Wie verläuft der Bohrvorschub einer Säulenbohrmaschine?

Der Vorschub ist die Bewegung des Bohrers, die du entweder selbst mit dem Handrad steuern kannst oder bei manchen Säulenbohrmaschinen automatisch ablaufen lassen kannst. Bei einer Säulenbohrmaschine verläuft er in jedem Fall senkrecht von oben nach unten.

Ein automatischer Vorschub führt den Bohrer in das Werkstück bis zum angegebenen Anschlag. Der Bohrtiefenanschlag lässt sich für jeden Arbeitsvorgang einstellen. Nicht in jeder Maschine ist diese Funktion vorhanden, doch auch nicht jeder Handwerker hält sie für notwendig.

Welche Alternativen gibt es zur Ständerbohrmaschine und was sind deren Vor- und Nachteile?

Wer kennt es nicht, die wacklige Angelegenheit, mit der Handbohrmaschine ein Loch an die richtige Stelle zu setzen, das zudem den gewünschten Winkel einhält. Als Alternative zur Ständerbohrmaschine kannst du diese tatsächlich an einem Bohrständer befestigen, damit sie in ähnlicher Weise von oben nach unten geführt wird.

Damit kannst du stabiler arbeiten, als bei der rein händischen Durchführung, doch spätestens wenn es zum Bearbeiten von Metall kommt, muss man zur Säulenbohrmaschine greifen.

Es gibt eine Reihe von Maschinen, die ebenfalls ähnliche Arbeit leisten, wie die Standbohrmaschine.

Alternativen Funktion
Eine Drehmaschine Eine Drehmaschine eignet sich zum Herstellen von rotationssymmetrischen Werkstücken, wodurch sie insofern eine Alternative bietet, wenn genau an der Drehachse gebohrt werden soll.
Die Radialbohrmaschine Die Radialbohrmaschine gleicht der Säulenbohrmaschine und ist für große und schwere Werkstücke geeignet. Oftmals wird aber auch dieser Begriff als Synonym für Säulenbohrmaschinen verwendet.
Eine Bohr- und Fräsmaschine Eine Bohr- und Fräsmaschine hat mit ihrer zusätzlichen Fräsfunktion deutlich mehr Möglichkeiten als eine einfache Ständerbohrmaschine. Sie hat mindestens drei Bewegungsrichtungen und ist gut geeignet, ein Werkstück zu formen. Fräsmaschinen liegen preislich jedoch meist höher.
Eine Magnetbohrmaschine Beim Einsatz auf Baustellen lohnt es sich hingegen, sich über die Anschaffung einer Magnetbohrmaschine Gedanken zu machen. Diese haben keine Säule und werden nicht festgeschraubt, sondern wie der Name verrät, mit einem starken Magnet befestigt. Der Bohrvorgang gleicht dabei der einer Säulenbohrmaschine, denn auch hier wird für gewöhnlich die Bohrspindel mit dem Handrad nach unten geführt.

Besonders in der Industrie gibt es, zum Beispiel mit der Reihenbohrmaschine, noch weitere Alternativen, die bei Serienanfertigungen Nebenzeiten sparen sollen.

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Säulenbohrmaschinen haben den Zweck, besonders präzise und im richtigen Winkel zu bohren. Eine Alternative dazu wäre es eine gewöhnliche Handbohrmaschine an einem Bohrständer zu befestigen. (Foto: auremar / 123RF)

Entscheidung: Welche Arten von Säulenbohrmaschine gibt es und welche ist die richtige für dich?

Je nach gewünschtem Einsatz und individuellen Möglichkeiten wirst du in einer der folgenden Kategorien unserer Seite fündig werden:

  • Säulenbohrmaschinen für Hand- und Heimwerker
  • Säulenbohrmaschinen für Industrie

Grob gesagt besteht jede Säulen- beziehungsweise Ständerbohrmaschine aus einer Säule mit Bohrspindel, Tisch und Fuß. Letzterer wird für einen sicheren Halt je nach Größe der Bohrmaschine auf dem Boden oder auf einem Tisch beziehungsweise Untergestell festgeschraubt.

Säulenbohrmaschinen eignen sich hervorragend zum präzisen Bohren von verschiedenen Materialien. Die Vorschubbewegung geschieht dadurch, dass die Spindel senkrecht nach unten auf das Werkstück zugeführt wird. Dieses sollte klein bis mittelgroß sein und unbedingt bewegt werden können, da diese Werkzeugmaschinen einen festen Stand haben.

Da die Auswahl an Bohrmaschinen schier unüberschaubar scheint und zudem sehr vielfältig ausfällt, möchten wir dir bei deiner Entscheidung helfen. Hier werden einige Arten von Säulenbohrmaschinen erläutert und im Ratgeber findest du anschließend nützliche Informationen zu Produktangaben.

Was bietet die Ständerbohrmaschine für Hand- und Heimwerker und welche Vor- und Nachteile hat sie?

In die Kategorie der Bohrmaschine für Hand- und Heimwerker fallen vergleichsweise leichte und kostengünstige Varianten, für die ein normaler Stromanschluss genügt.

Je leichter und kleiner eine Säulenbohrmaschine ist, desto weniger Stabilität bietet sie mit größeren Werkstücken. Wenn du lediglich kleine Heimwerkeraufgaben erledigen möchtest, eignet sich eine Tisch- oder Säulenbohrmaschine dieser Kategorie besonders für dich. Diese haben oft einen kleineren Bohrtisch und geringere Leistung. Beachte, dass auch die Qualität einer Säulenbohrmaschine nachlässt, je niedriger der Preis ist.

Vorteile
  • Kleine, leichte Maschinen
  • Günstiger als Industrie
  • 230 V-Steckdose genügt
Nachteile
  • Schwere, große Werkstücke können nicht bearbeitet werden
  • Weniger präzises Bohren möglich

Was unterscheidet die Säulenbohrmaschinen für die Industrie von den gewöhnlichen und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Industriemaschinen sieht man bereits an, dass sie deutlich größer und schwerer sind, als Bohrmaschinen für Heimwerker. Außerdem sollten Unternehmer den Kauf aufgrund der hohen Preise gut abwägen.

In dieser Kategorie befinden sich außerdem hauptsächlich Modelle, die mit Starkstrom laufen. Eine 400 V-Steckdose ist also Pflicht, um die Maschine antreiben zu können. Dadurch ist jedoch eine höhere Motorleistung gewährleistet. Oftmals haben diese Maschinen mindestens eine MK4-Aufnahme.

Vorteile
  • Hohe Bohrleistung
  • Bearbeitung auch von ausladenden Werkstücken möglich
  • Sehr genaues Arbeiten
Nachteile
  • Gute Qualität verlangt hohen Preis
  • Immobilität
  • Schwere, große Maschine

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Säulenbohrmaschine vergleichen und bewerten

Im Ratgeber hast du schon einen guten Einblick bekommen, worauf du achten musst, wenn du überlegst, dir eine Säulenbohrmaschine zuzulegen. Hier gehen wir auf weitere Faktoren ein, die einzelne Produkte voneinander unterscheidet. Die konkreten Informationen zu den Maschinen selbst findest du auf der jeweiligen Seite und im Vergleich.

Es gibt jede Menge technischer und weiterer Daten, die eine große Rolle spielen. Wir wollen dir so gut es geht dabei behilflich sein, die richtige Entscheidung zu treffen. Selbst wenn du dir als Neuling deine erste Säulenbohrmaschine für die private Werkstatt kaufen möchtest, wird dir bald klar, worauf es ankommt.

Die wichtigsten Kaufkriterien sind zunächst folgende:

  • Motorleistung
  • Gewicht
  • Maße
  • Spindeldrehzahl
  • Werkzeugaufnahme und Bohrfutter
  • Eigenschaften des Bohrtisches
  • Rechts- und Linkslauf zum Gewindeschneiden
  • Laser und weitere elektronische Ergänzungen

Aufgrund der Fülle an Informationen, die man über eine Säulenbohrmaschine erhält, solltest du dich hauptsächlich auf diese konzentrieren. Du findest in den folgenden Abschnitten einiges Wissenswertes zu diesen Punkten.

Erst wenn du eine engere Auswahl getroffen hast, kannst du dich auch auf weiteres fokussieren, wie etwa Stromverbrauch, Dauerbohrleistung in Stahl, Ausladung oder weitere Abmessungen wie der Abstand zwischen Bohrspindel und Tisch.

Doch keine Sorge: auch wenn eines dieser Kriterien für dich eine größere Bedeutung hat, als die von uns ausgewählten, wirst du dennoch den Produktseiten genügend Informationen entnehmen können.

Leistung des Motors

Abhängig von der Stromspannung variiert auch die Motorleistung. Diese beeinflusst vor allem, wie dick die Bohrlöcher sein können, die du bohren wirst. Je dicker der Bohrer ist, desto höher ist auch die Geschwindigkeit an der Außenseite.

Der Motor treibt das Getriebe an, welches die Geschwindigkeit durch die Spindel auf das Bohrfutter und somit den Bohrer überträgt. Bei geringerer Leistung ist also auch die Spindeldrehzahl niedriger und du kannst nur kleinere Bohrer nutzen.

Diese sind aber völlig ausreichend für Handwerker, die gerne zu Hause basteln. Industrielle Anforderungen benötigen unter Umständen sogar Bohrer der Größe MK4 oder MK5 und damit mehr Watt und folglich auch eine höhere Netzspannung.

Die Drehzahlen sind von der Motorleistung einer Säulenbohrmaschine abhängig, wobei diese wiederum von der Netzspannung abhängt.

Die Dauerbohrleistung ist wiederum ein weiteres Merkmal, das sich darauf bezieht, wie weit der Bohrer ohne Pause in ein Werkstück eindringen kann. Dies wird in mm angegeben und bezieht sich auf das Bohren in Stahl.

Gewicht der Bohrmaschine

Das Gewicht einer Heimwerkertischbohrmaschine ist nicht vergleichbar mit einer in der Industrie eingesetzten Säulenbohrmaschine, die am Boden befestigt ist. Die Spanne ist hier ähnlich breit wie die Preisklassen und bewegt sich von etwa 15 Kilogramm bis zu einer Tonne.

Der Vorteil von Onlinebestellungen ist, dass die schwere Maschine oftmals sogar gratis geliefert wird. Wenn du soweit bist, dass du die Ständerbohrmaschine in Empfang nehmen kannst und sie aufbauen möchtest, solltest du dir je nach Modell eine zusätzliche kräftige Person zur Hilfe holen.

Das Gewicht einer Säulenbohrmaschine kann in ihrem Gewicht sehr stark variieren. Leichte Maschinen wiegen dabei um die 15 Kilo, während schwere Maschinen bis zu einer Tonne wiegen können. (Bildquelle: pixabay.com / skeeze)

Das Gewicht ist besonders ausschlaggebend dafür, dass die Maschine nach dem Aufbau recht immobil ist. Allerdings bietet ein schweres Produkt natürlich mehr Stabilität, wenn du auch schwerere Werkstücke spanst. Wenn du hingegen eine Säulenbohrmaschine brauchst, die du ab und zu versetzen musst, eignet sich wohl eine Tischbohrmaschine am besten.

Die Maße einer Säulenbohrmaschine

Auch hier gilt zunächst, dass Heimwerkerexemplare in der Regel deutlich kleiner ausfallen als die schweren Industriebohrmaschinen. In jedem Fall braucht sie aber einen festen und ausreichenden Platz.

Zunächst ist das Hauptkriterium, wenn man es aus dieser Perspektive betrachtet, die Größe der gesamten Bohrmaschine. Du solltest deinen verfügbaren Raum, den du für sie nutzen möchtest, unbedingt zuvor ausmessen und vorbereiten.

Wieviel Platz hast du zur Verfügung? Denke daran, dass der Fuß deiner Ständerbohrmaschine entweder an einem Tisch oder auf dem Boden festgemacht wird und dadurch relativ unbeweglich ist. Zudem möchtest du eventuell auch mal längere Werkstücke bearbeiten, die seitlich zusätzlich Platz beanspruchen.

Selbst die leichtesten Maschinen werden nicht viel kleiner sein als du selbst. Das kommt daher, dass im Stehen gearbeitet wird und eine Säulenbohrmaschine aus vielen großen Teilen, wie dem Motor und einem Bohrtisch, besteht. Die Höhe (H) steht bei den Produkten unter „Maße“ zuletzt.

Die beiden weiteren Angaben beziehen sich zum einen auf die Breite (B) und die Tiefe (T), wobei letztere normalerweise größer ist als B. Sie misst den Abstand zwischen dem vordersten Rand der Arbeitsfläche zum hintersten Rand der Getriebeabdeckung.

Spindeldrehzahl

Die Leistung des Motors ist, wie du schon im entsprechenden Absatz lesen konntest, dafür verantwortlich, wie schnell sich die Spindel drehen kann.

Bei vielen Säulenbohrmaschinen lässt sich die Drehzahl auf verschiedene Arten ändern. Entweder stufenlos, durch einen Hebel, mit dem man auf die nächste Stufe, beziehungsweise Gang, schaltet oder per Hand. Beim Keilriemenantrieb ist es wichtig, dass die Bohrmaschine dabei außer Betrieb ist. Man öffnet hierzu die Abdeckung und versetzt den Riemen im Getriebe selbst.

Üblicherweise lässt sich die Drehzahl durch das Umlegen des Keilriemen ändern, doch bei modernen Maschinen kannst du sie oftmals über einen Schalter stufenlos regulieren.

Werkzeugaufnahme und Bohrfutter

Hier geht es um die tatsächlichen Fähigkeiten, die dir deine Bohrmaschine bietet: Du erfährst, welche Bohrer die Maschine aufnehmen kann. Weitere Informationen beinhalten die Beschaffenheit des Bohrfutters.

MK3 oder MK4 ist die Angabe zur Größe des Morsekonus oder auch Morsekegel. Damit ist das Werkzeugteil, in welches die Bohrer gespannt werden, gemeint. Eine Angabe wie B16 beschreibt den Bohrfutterkegel, der ein Teil des Morsekegels ist.

Das Werkzeug wird also in das Bohrfutter gespannt. Schnellspannbohrfutter lassen sich dabei sehr leicht per Hand öffnen, obwohl hohe Spannkräfte herrschen.

Eigenschaften des Bohrtisches

Neben der Breite und Tiefe des Tisches, auf dem gearbeitet wird, findest du auch andere wichtige Informationen. Die meisten Säulenbohrmaschinen haben einen höhenverstellbaren, schwenkbaren und neigbaren Bohrtisch.

Zu dem Tisch werden normalerweise T-Nuten und unter Umständen sogar ein Maschinenschraubstock mitgeliefert. Diese werden am Tisch befestigt und halten das Werkstück an seiner Stelle, während du bohrst. Es ist aus Gründen der Sicherheit sehr wichtig, dass es sicher festgespannt ist. Besonders kleinere Werkstücke sollten im Schraubstock eingespannt sein.

Es lohnt sich oft, Zubehör für deine Säulenbohrmaschine zu kaufen. Ein Maschinenschraubstock ist unbedingt erforderlich, wenn du auch kleinere Werkstücke bearbeiten möchtest.

Rechts- und Linkslauf zum Gewindeschneiden möglich

Vor dem Kauf deiner Ständerbohrmaschine solltest du dir genau überlegen, wofür du sie einsetzen wirst. Falls du ein Gerät mit Gewindeschneideinrichtung benötigst, musst du darauf achten, dass die Bohrmaschine neben dem Rechtslauf auch linksläufig ist.

Beim Gewindeschneiden oder Schraubbohren erwartest du, dass dein Werkstück schraubenförmig durchbohrt wird. Dabei wird der Bohrer abwechselnd in die eine Richtung nach unten in das Material bewegt und anschließend im Linkslauf wieder nach oben geführt.

Beim Gewindeschneiden gibt es sogar je nach Maschine zwei verschiedene Vorgehensweisen. Entweder wird der Bohrer eigenhändig nach unten und oben bewegt oder es ist eine Einstellung vorhanden, die es noch komfortabler macht. Man bestimmt den Pinolhub dabei selbst und lässt den Vorschub automatisch passieren.

Laser und weitere elektronische Ergänzungen

Viele Handwerker schwören auf die alten Standbohrmaschinen, die man natürlich nur noch gebraucht erwerben kann. Elektronische Features, die oftmals als unnötig empfunden werden, stellen doch eine schöne Spielerei dar.

Viele moderne Bohrmaschinen, also auch viele unserer Produkte, bieten dir neue Erlebnisse mit digitalen Displays, die zum Beispiel Drehzahlen anzeigen, oder die Einstellung der Bohrtiefe erleichtern. Der eingebaute Laser ist unter den elektronischen Neuheiten im Maschinenbau wohl die sinnvollste Erfindung. Er verhilft dir dabei, den Bohrer richtig anzusetzen und verspricht ein genaueres Bohren.

Sicherlich ist nicht jeder von dieser Idee begeistert und manch einer mag dies für überflüssig halten, doch je mehr Automatik die Maschine steuern wird, desto nützlicher könnte es werden, genauere Angaben von der Säulenbohrmaschine über ihre Arbeit zu erhalten.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Säulenbohrmaschine

Diese 7 Sicherheitsvorkehrungen musst du zur Unfallverhütung beim Arbeiten an der Standbohrmaschine unbedingt beachten:

  1. Es ist unbedingt erforderlich, dass du dir als Anfänger Hilfe einholst. Wenn du noch keine Erfahrung mit Säulenbohrmaschinen hast, solltest du dir den Umgang damit zuerst von einer erfahrenen Person zeigen lässt.
  2. Trage keine losen Accessoires oder weite Kleidungsstücke, die in die Maschine geraten könnten und binde lange Haare zu einem Zopf.
  3. Spanne das Werkstück zu deiner Sicherheit am Tisch fest. Unter Umständen brauchst du dazu einen Maschinenschraubstock. Die Kräfte, die auf das bearbeitete Teil wirken, können es in deine Richtung schnellen lassen und zu Verletzungen führen.
  4. Der Spannschlüssel sollte abgezogen sein, bevor du die Maschine startest.
    Arbeite einzeln an der Maschine und achte darauf, genug Abstand zu halten, falls eine andere Person die Bohrmaschine bedient.
  5. Besonders bei der Metallbearbeitung solltest du eine Schutzbrille tragen. Vermeide es außerdem, die Späne aufzuwirbeln, damit sie keinen Schaden in deinen Augen anrichten.
  6. Bei laufendem Betrieb darfst du keinesfalls in die Maschine fassen. Auch zum Wegkehren der Späne sollte der Motor ausgeschaltet sein.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.werkstatt-betrieb.de/themen/basics/bohren/bohren-maschinen/artikel/staenderbohrmaschinen-1200855.html

[2] Grote, Karl-Heinrich, Feldhusen, Jörg (Hrsg.): DUBBEL: Taschenbuch für den Maschinenbau 23. Auflage Springer Verlag, Berlin, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-642-17306-6.

Bildquelle: Pixabay.com / DAVIDCRAYde

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Peter ist gelernter Handwerker und hat viele Jahre in verschiedenen Betrieben gearbeitet. Er besitzt eine Hobby-Werkstatt zuhause und werkelt in seiner Freizeit an verschiedenen Do-it-yourself-Projekten. Er kennt sich bestens mit Inneneinrichtung und Werkzeugen aus.