Lötlampe
Zuletzt aktualisiert: 24. April 2020

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Egal ob bei der Heizungsinstallation, beim Entfernen von Lacken oder beim Karamellisieren von leckeren Desserts, eine Lötlampe ist immer eine gute Wahl. Durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die hohen Arbeitstemperaturen überzeugt die Lötlampe Handwerker, Hobbybastler, und Sterneköche. Propangas oder Butangas erzeugen die Flamme und somit die nötige Hitze zum Arbeiten.

Mit unserem großen Lötlampen Test 2020 wollen wir dir dabei helfen, den für dich geeignetsten Lötbrenner zu finden. Mit welchem Gas deine Lötlampe betrieben wird und ob du dich für eine Lötlampe mit Pistolengriff oder Gasbrenner-Aufsatz entscheidest, hängt natürlich ganz von deinem Vorhaben und deinen Präferenzen ab. Um dir die Kaufentscheidung so einfach wie möglich zu machen, haben wir die verschiedenen Arten miteinander verglichen und dir die jeweiligen Vorteile und Nachteile aufgelistet.




Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Lötlampe ist ein kleiner gasbetriebener Brenner, welcher hauptsächlich zum Löten verwendet wird. Neben dem Löten wird die Lötlampe auch zum Entfernen von Lacken, zum Erhitzen von Gegenständen, zum Grill anzünden oder in der Küche verwendet.
  • Das Gerät wird entweder mit Butan, Propan oder einem Butan-Propan-Gemisch betrieben. Je nachdem welches Gas verwendet wird, variieren auch die Temperaturen. Diese liegen in der Regel zwischen 1100 °C und 2100 °C.
  • Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer Lötlampe mit Gasbrenner-Aufsatz und einer Lötlampe mit Pistolengriff, welche jeweils ihre Vorteile und Nachteile mitsichbringen.

Lötlampe Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Lötlampe mit Pistolengriff

Die Lötlampe der Marke Tolegano überzeugt durch ihre sehr gute Qualität. Der Gasverbrauch ist mit 254 g/h bei voller Leistung relativ hoch. Betrieben wird diese Lötlampe durch 190 g Stechkartuschen aus einem Butan-Propan-Gemisch. Die Stechkartusche wird in ein Kunststoffgehäuse gesetzt und anschließend an den Aufsatz gedreht, bis dieser einrastet und die Kartusche eingestochen wird.

Das robuste Gehäuse dient dem Schutz der Kartusche und verhindert, dass die Kartusche beim Herunterfallen abgehen kann. Die Zündung erfolgt über einen Piezozünder. Diese Lötlampe kann eine Flammentemperatur von bis zu 1800 °C erreichen. Im Lieferumfang sind außerdem fünf Gaskartuschen enthalten.

Die beste Lötlampe mit Gasbrenner-Aufsatz

Der Lötbrenner des Herstellers CFH überzeugt insbesondere durch seine lange Brennzeit  mit bis zu 90 Minuten. Die Arbeitstemperatur liegt bei etwa 750 °C und eignet sich somit auch zum Hartlöten. Das Löten ist in allen Positionen, auch kopfüber möglich. Die Zündung erfolgt über einen Piezozünder.

Die im Lieferumfang enthaltene Schraubkartusche besteht zu 30 Prozent aus Propan und zu 70 Prozent aus Butan. Somit kann die Lötlampe auch bei Minustemperaturen verwendet werden. Bei der Gaskartusche handelt es sich um eine Universaldruckgasdose mit 330 g Gas. Die Universaldruckgasdose kann problemlos durch die von anderen Herstellern ausgewechselt werden.

Die beste Multifunktions-Lötlampe

Die absolute Besonderheit an diesem Lötbrenner ist seine vielfältige Funktionsweise. Dieses Gerät kombiniert das Arbeiten mit offener Flamme, mit einem Katalysator und mit einer Lötspitze in nur einem Gerät. Die Temperaturen können variabel eingestellt werden. Die maximale Flammentemperatur beträgt 1200 °C.

Die Temperaturen der erzeugten Heißluft liegen zwischen 680 °C und 1000 °C. Die Lötspitze kann bis zu 550 °C heiß werden. Die Brennzeit liegt bei circa 75 Minuten. Diese Lötlampe wird mit Butangas betrieben, welches einfach nachgefüllt werden kann.

Im Lieferumfang enthalten sind:

  • Ein Katalysator
  • Eine Lötspitze
  • Eine Flammdüse
  • Ein Reflektorblech
  • Ein Lötdraht
  • Ein Lötschwamm mit Schwammbehälter
  • Eine Aufbewahrungsbox aus Blech

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Lötlampe kaufst

Was ist eine Lötlampe?

Eine Lötlampe ist ein kleiner Brenner, welcher zum Löten verwendet wird. Oftmals spricht man deshalb auch von einem Lötbrenner. Das Gerät erzeugt eine offene Flamme mithilfe von Gas, wodurch sehr hohe Temperaturen erzielt werden können.

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Eine Lötlampe ist ein gasbetriebenes Werkzeug, welches hohe Temperaturen erzeugen kann.
(Bildquelle: pixabay.com / Ken Boyd)

Die Flammentemperatur liegt zwischen 1100 °C und 2100 °C. Entscheidend hierbei ist es, welches Gas verwendet wird.

In den meisten Fällen handelt es sich bei dem eingesetzten Gas um Propan, Butan oder ein Propan-Butan-Gemisch. Ursprünglich verwendete man stattdessen Benzin. Da diese Variante wesentlich gefährlicher ist, werden heute keine Benzin-Lötlampen mehr hergestellt.

Lötlampen werden vor allem verwendet bei:

  • Der Sanitärinstallation
  • Der Heizungsinstallation
  • Dem Entfernen von Lacken
  • Dem Erhitzen von Gegenständen
  • Dem Anzünden von Grillkohle
  • Dem Gratinieren und Karamellisieren von Speisen

Was versteht man unter Löten?

Unter Löten versteht man die Herstellung einer dauerhaften Verbindung von Metallteilen mithilfe eines Lots, wie beispielsweise Lötzinn.

Man unterscheidet zwischen Weichlöten und Hartlöten

Beim Löten differenziert man zwischen dem Weichlöten und dem Hartlöten. Der Unterschied liegt hier in der Schmelztemperatur des verwendeten Lots. Beim Weichlöten liegt die Schmelztemperatur bei unter 450 °C, wohingegen die Schmelztemperatur beim Hartlöten zwischen 450 °C und 900 °C liegt.

Wenn du wissen möchtest, wie man zwei Kupferrohrteile aneinander lötet, schau dir folgendes Video an.

Wie funktioniert eine Lötlampe?

Eine Lötlampe besteht aus einer Gaskartusche und einem mechanischen Rohr, meist aus Messing, welches kleine Bohrungen aufweist. Wird die Zündung betätigt, tritt das Gas in das Lötrohr ein. Die Bohrungen des Rohres sorgen dafür, dass die nötige Verbrennungsluft hinzuströmen kann. Das wiederum führt dazu, dass sich das Gas mit dem Sauerstoff verbindet. Dieses Sauerstoff-Gas-Gemisch erzeugt am Rohrausgang eine Flamme.

Die maximale Temperatur der Flamme liegt meist zwischen 1100 °C und 1700 °C.

Was kostet eine Lötlampe?

Die Preisspanne zwischen den verschiedenen Lötlampen Liegt in etwa zwischen 5 Euro und 130 Euro. Je nach Leistung, Qualität und Gasverbrauch, fällt der Preis unterschiedlich aus.

Typ Preisspanne
Mit Pistolengriff ca. 15-130 €
Mit Gasbrenner-Aufsatz ca. 10-90 € 

Die Preise zwischen den Lötlampen mit Pistolengriff und den Lötlampen mit Gasbrenner-Aufsatz unterscheiden sich nicht allzu stark voneinander. Die Brenner mit Pistolengriff sind meist nur etwas teurer als diejenigen mit Gasbrenner-Aufsatz.

Du solltest beim Kauf einer Lötlampe die verschiedenen Anbieter miteinander vergleichen, da sich die Preise  voneinander unterscheiden können.

Wo kann ich einen Lötbrenner kaufen?

Lötlampen gibt es in Baumärkten, teilweise in Supermärkten und in diversen Onlineshops zu kaufen.

Unseren Recherchen zufolge werden die meisten Lötlampen über diese Onlineshops verkauft:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • idealo.de
  • real.de
  • obi.de

Welche Alternativen gibt es zu einer Lötlampe?

Wenn du auf der Suche nach einer Alternative zu einer Lötlampe bist, kommt es natürlich ganz darauf an, wofür du das Gerät verwenden möchtest. Je nachdem, ob du damit deine Kochkünste unterstützen möchtest, oder dich handwerklich betätigen möchtest, eignet sich eine andere Variante für dich.

  1. Lötkolben: Ein Lötkolben ist ein Werkzeug, welches zum Weichlöten verwendet wird. Der Unterschied zur Lötlampe besteht darin, dass bei den Lötkolben nur eine kleine Spitze am Ende des Gerätes durch Strom erhitzt wird, wohingegen bei einer Lötlampe eine Gasflamme aus der Öffnung strömt.
  2. Heißluftpistole: Mit einer Heißluftpistole wird angesaugte Luft in Heißluft umgewandelt, welche anschließend ausgeblasen wird. Da dieses Werkzeug auch sehr hohe Temperaturen annehmen kann, eignet es sich ebenfalls zum Löten oder dem Anzünden von Grillkohle.
  3. Flambierbrenner: Flambiergeräte sind kleine Gasbrenner, welche in der Küche verwendet werden. Sie bringen verschiedene Speisen zum Schmelzen und werden insbesondere zum Karamellisieren von Zucker verwendet. Flambierbrenner funktionieren nach demselben Prinzip wie Lötlampen.

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Es gibt verschiedene Alternativen, die anstelle einer Lötlampe eingesetzt werden können. Ein Lötkolben eignet sich besonders zum Weichlöten.
(Bildquelle: pixabay.com / eloneo)

Entscheidung: Welche Arten von Lötlampen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du dir eine Lötlampe anschaffen möchtest, kannst du zwischen zwei Alternativen entscheiden, welche sich jeweils in ihrer Form voneinander unterscheiden:

  • Lötlampe mit Pistolengriff
  • Lötlampe mit Gasbrenner-Aufsatz

Die verschiedene Bauform und die damit verbundene Handhabung bringen jeweils Vorteile und Nachteile mit sich. Je nachdem wofür du die Heißluftpistole verwenden möchtest, eignet sich eine andere Art für dich. Folgender Abschnitt soll dir dabei helfen herauszufinden, welche Heißluftpistole sich am besten für dich eignet.

Was zeichnet eine Lötlampe mit Pistolengriff aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Die Lötlampe mit Pistolengriff besteht aus einer Gaskartusche, welche an einem pistolenähnlichen Griff angesteckt wird. An dem Griff befindet sich ein Regler, welcher die Flammengröße reguliert. Gezündet wird diese Lötlampe im Normalfall über einen Piezozünder. Bei den meisten Lötlampen mit Pistolengriff werden Stechkartuschen verwendet. Häufig werden die Kartuschen von einem zusätzlichen Gehäuse umhüllt, welches an den Aufsatz gesteckt wird.

Im Gegensatz zu den Lötlampen mit Gasbrenner-Aufsatz besitzt die Lötlampe mit Pistolengriff einen ergonomischen Griff. Das Arbeiten erweist sich deshalb als sehr angenehm und die Handhabung ist sehr einfach.

Ein weiterer Vorteil von Lötbrennern mit Pistolengriff ist die höhere Flammentemperatur, die meist erzeugt werden kann. Lötlampen mit Pistolengriff können Temperaturen bis zu 1700 °C erzielen. Dadurch eignen sie sich sowohl fürs Weichlöten, als auch zum Hartlöten.

Die Brennzeit bei Lötlampen mit Pistolengriff ist in der Regel auch etwas höher, als bei Lötlampen mit Gasbrenner-Aufsatz. Das ermöglicht längeres Arbeiten und kann für viele Heimwerker ein ausschlaggebender Punkt sein.

Vorteile
  • Ergonomischer Griff
  • Höhere Flammentemperatur
  • Höhere Brennzeit
  • Auch zum Hartlöten geeignet
Nachteile
  • Geringerer Neigungswinkel beim Arbeiten möglich
  • Beansprucht durch zusätzlichen Griff mehr Platz

Ein Nachteil gegenüber den Lötlampen mit Gasbrenner-Aufsatz liegt ganz klar darin, dass du weniger Spielraum hinsichtlich des Neigungswinkels hast. Arbeiten, bei welchen du die Lötlampe über Kopf halten möchtest, sind bei dieser Variante leider nicht möglich.

Ein weiterer negativer Aspekt ist, dass Lötlampen mit Pistolengriff mehr Platz einnehmen. Dadurch, dass sie neben der Gaskartusche und dem Aufsatz noch einen zusätzlichen Griff haben, beansprucht diese Option deutlich mehr Platz. Wenn du eine Lötlampe zum Campen oder Ähnliches suchst, wo Platzmangel herrscht, ist die Lötlampe mit Gasbrenner-Aufsatz vermutlich die bessere Wahl.

Was zeichnet eine Lötlampe mit Gasbrenner-Aufsatz aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Die Lötlampe mit Gasbrenner-Aufsatz besteht lediglich aus der Gaskartusche und dem Brenneraufsatz. Als Griff kann die Gaskartusche selbst verwendet werden. Die Zündung erfolgt in den meisten Fällen ebenfalls über einen Piezozünder. Eine Regulierung der Flamme ist in der Regel auch möglich.

Ein absoluter Vorteil gegenüber den Lötlampen mit Pistolengriff, liegt ganz klar darin, dass sie sehr flexibel sind, was den Neigungswinkel betrifft. Du kannst sie genauso gut für Arbeiten hernehmen, wo das Gerät komplett über Kopf steht.

Außerdem sind die Lötlampen mit Gasbrenner-Aufsatz wesentlich platzsparender, da kein zusätzlicher Griff angebracht ist. Dadurch sind sie besonders mobil und passen in jeden Campingrucksack.

Vorteile
  • Flexibel auch über Kopf verwendbar
  • Platzsparend
Nachteile
  • Erreicht meist geringere Temperaturen
  • Eher nicht zum Hartlöten geeignet
  • Meist kürzere Brennzeit 

Die Leistung von Lötlampen mit Gasbrenner-Aufsatz ist meist etwas geringer als bei den Lötlampen mit Pistolengriff. Das kann sowohl Auswirkungen auf die Flammentemperatur, als auch die Brennzeit haben.

Die Flammentemperatur ist in der Regel deutlich geringer, als bei den Lötbrennern mit Pistolengriff. Dadurch eignen sie sich, wenn überhaupt, nur bedingt zum Hartlöten.

Da auch die Brennzeit meist etwas geringer ist, solltest du dir überlegen, ob du das Werkzeug häufig für längere Arbeiten verwenden möchtest oder nicht. Sollte dies der Fall sein, sind Lötlampen mit Pistolengriff eventuell die bessere Option.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Lötlampen vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Aspekte du dich zwischen der Vielzahl an möglichen Lötlampen entscheiden kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Lötlampen miteinander vergleichen kannst, umfassen:

In den folgenden Absätzen erfährst du, worauf es bei den einzelnen Aspekten ankommt.

Gas

Das Gas, welches in deiner Lötlampe verwendet wird, spielt eine große Rolle. In der Regel besteht dieses Gas entweder aus Butan, aus Propan oder aus einem Butan-Propan-Gemisch (Ultragas).

Butanbetriebene Lötlampen erreichen meist nicht ganz so hohe Temperaturen. Die maximale Flammentemperatur liegt im Normalfall bei etwa 1100 °C. Außerdem können Lötlampen aus reinem Butan nicht bei Außentemperaturen im Minusbereich verwendet werden, da der Siedepunkt von Butan bei circa 0 °C liegt.

Lötlampen, welche mit einem Butan-Propan-Gemisch betrieben werden, können Flammentemperaturen bis zu 2100 °C erreichen. Je nachdem in welchem Verhältnis das Butan mit dem Propan steht, variiert auch die Siedetemperatur des Gemischs. Reines Propan hat eine Siedetemperatur von etwa -42 °C, dementsprechend liegt der Siedepunkt einer Butan-Propan-Mischung auch deutlich unter 0 °C. Somit kann dieses Gas auch bei kälteren Außentemperaturen problemlos verwendet werden.

Kartuschenart

Es gibt drei verschiedene Gaskartuschenarten, welche bei Lötlampen verwendet werden können. Die Stechkartusche, die Schraubventilkartusche und die Bajonettventilkartusche.

Jede dieser Kartuschen hat sowohl Vorteile als auch Nachteile, welche wir dir in folgender Tabelle dargestellt haben.

Typ Vorteile Nachteile
Stechkartusche Preisgünstig, Große Auswahl Muss vor dem Wechseln vollständig entleert werden
Schraubventilkartusche Kartusche kann jederzeit abgenommen und anderweitig verwendet werden Teurer
Bajonettventilkartusche Kartusche kann jederzeit abgenommen und anderweitig verwendet werden Sehr wenig Auswahl, Teurer

Gasverbrauch und Brennzeit

Wenn du vorhast, dir eine Lötlampe anzuschaffen, solltest du darauf achten, wie hoch der jeweilige Gasverbrauch und die daraus resultierende Brennzeit ist. Insbesondere wenn du die Lötlampe für längere Arbeiten am Stück verwenden möchtest, eignet sich eine Lötlampe mit langer Brennzeit. Das erspart dir das ständige Wechseln der Gaskartusche.

Die Brennzeit hängt davon ab, wie viel Gas verbraucht wird und wie viel Gas in einer Kartusche ist. Bei höherem Gasverbrauch entleeren sich die Kartuschen schneller, als bei geringerem Gasverbrauch. Je höher die gewünschte Temperatur liegt, desto höher ist in der Regel auch der Gasverbrauch.

Was den Gasverbrauch betrifft, unterscheiden sich die verschiedenen Modelle stark voneinander. Es gibt Modelle, welche bei maximaler Temperatur einen Gasverbrauch von 70 Gramm pro Stunde aufweisen, andere wiederum verbrauchen sogar 270 Gramm pro Stunde bei voller Leistung.

Lötlampen mit Pistolengriff haben meist eine deutlich längere Brennzeit, als Lötlampen mit Gasbrenner-Aufsatz. Im Schnitt liegt die Brennzeit von Lötlampen mit Pistolengriff bei circa 90 Minuten und bei Lötlampen mit Gasbrenner-Aufsatz in etwa zwischen 45 und 75 Minuten.

Da der Gasverbrauch und die Brennzeit zwischen den einzelnen Modellen stark variiert, überprüfe anhand der Herstellerangaben die verschiedenen Modelle miteinander.

Temperatur

Je nachdem, wofür du die Lötlampe verwenden möchtest, benötigst du auch andere Flammentemperaturen. Wenn du die Lötlampe vorwiegend zum Hartlöten verwenden möchtest, benötigst du beispielsweise eine deutlich höhere Temperatur, als beim Weichlöten.

Flammentemperatur ist nicht gleich Arbeitstemperatur

An dieser Stelle ist es wichtig, zwischen der eigentlichen Flammentemperatur und der Arbeitstemperatur zu unterscheiden. Die Flammentemperatur ist die Temperatur, welche die Flamme in ihrem heißesten Punkt erzielen kann. Arbeitstemperatur nennt man die Temperatur, welche das erhitzte Material tatsächlich annehmen kann.

Die Arbeitstemperatur ist deutlich geringer als die Flammentemperatur. Während eine Lötlampe Flammentemperaturen zwischen 1100 °C und 2100 °C erzielen kann, liegt die maximale Arbeitstemperatur einer Lötlampe nur bei etwa 800 °C bis 900 °C. Entscheidend hierbei ist es, welches Gas verwendet wird.

Achte also bei dem Kauf einer Lötlampe darauf, welche Angaben der Hersteller zu der maximalen Flammentemperatur und zu der maximalen Arbeitstemperatur macht. Im Normalfall ist es allerdings so, je höher die Flammentemperatur, desto höher ist auch die Arbeitstemperatur.

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Die Temperatur ist ein entscheidendes Kriterium bei dem Kauf einer Lötlampe. Je nach Modell kann das Gerät verschieden hohe Temperaturen erzeugen.
(Bildquelle: unsplash.com / Jaroslaw Kwoczala)

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Lötlampen

Wie wechselt man eine Gaskartusche?

Wie man die Gaskartusche einer Lötlampe wechselt, hängt ganz davon ab, um welche Kartuschenart es sich handelt.

Überprüfe also zuerst, ob es sich um eine Stechkartusche, eine Schraubventilkartusche oder eine Bajonettventilkartusche handelt.

Stechkartusche

Zum Wechseln einer Stechkartusche musst du als Erstes überprüfen, ob die Mulde der neuen Kartusche, welche eingestochen werden soll, sauber ist. Entferne die alte Kartusche, indem du durch leichte Drehbewegungen die Kartusche vom Aufsatz herunterziehst. Drücke nun den Aufsatz auf die neue Kartusche. Durch eine kleine Spitze im Aufsatz wird dann ein Loch in die Kartusche gebohrt, aus welchem das Gas entströmen kann.

Stechkartuschen dürfen nur nach vollständiger Entleerung gewechselt werden. Ventilkartuschen kannst du hingegen jederzeit austauschen.

Schraubventilkartusche

Schraube zum Wechseln der Schraubventilkartusche zuerst die alte Kartusche von deiner Lötlampe herunter. Durch das selbstschließende Schraubventil kann kein Gas entweichen. Nimm die neue Kartusche und schraube sie einfach an das Gewinde an.

Bajonettventilkartusche

Wenn du eine Bajonettventilkartusche wechseln möchtest, musst du die alte Kartusche von deiner Lötlampe herunterziehen. Dann kannst du deine neue Kartusche einfach anstecken.

Leere Gaskartuschen kannst du an einem Wertstoffhof oder geeigneten Sammelstellen in deiner Nähe entsorgen

Kann ich eine Lötlampe zum Kochen verwenden?

Eine Lötlampe kann problemlos auch in der Küche eingesetzt werden. Sie eignet sich besonders gut zum Karamellisieren von Zucker oder dem Gratinieren von Speisen. Mithilfe des Brenners kannst du tolle Desserts zaubern und deine Speisen kulinarisch aufwerten.

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Wie reinigt man eine Lötlampe?

Wenn eine Lötlampe beispielsweise verstopft ist, oder im Inneren schmutzig ist, solltest du einen Fachmann kontaktieren. Dieser kann dein Gerät dann sicher auseinandernehmen und reinigen.

Versuche bei Vertopfungen lieber nicht, deine Lötlampe selbst auseinander zu bauen, sondern konsultiere einen Fachmann.

Wenn deine Lötlampe allerdings nur Außen beschmutzt ist, kannst du sie recht einfach reinigen. Stelle dazu sicher, dass dein Gerät vollständig abgekühlt ist. Wenn das der Fall ist, kannst du ein Tuch leicht anfeuchten und damit über deine Lötlampe tupfen. So kannst du ein schmutziges Gehäuse wieder zum Glänzen bringen.

Vorsichtsmaßnahmen

Da Lötlampen mit einer Gasflamme und sehr hohen Temperaturen arbeiten, solltest du einige Dinge beachten, um dich und dein Gerät zu schützen.

  1. Abstand halten: Halte genug Abstand von entflammbaren Stoffen oder Gegenständen.
  2. Gute Durchlüftung: Achte auf eine gute Durchlüftung deines Arbeitsplatzes oder verwende es im Freien.
  3. Nicht auf Personen richten: Richte die Flammen niemals auf dich oder andere Personen.
  4. Vom Körper weg halten: Halte die Öffnung der Lötlampe beim Einschalten immer von deinem Körper weg.
  5. Abkühlen: Lasse das Gerät vor dem Wechseln einer Kartusche oder dem Reinigen vollständig abkühlen.
  6. Richtig aufbewahren: Bewahre die Lötlampe an einem trockenen und lichtgeschützten Ort auf.
  7. Für Kinder unzugänglich verstauen: Stelle sicher, dass Kinder keinen Zugang zu der Lötlampe haben.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://praxistipps.focus.de/weichloeten-vs-hartloeten-das-ist-der-unterschied_52188

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6tlampe

[3] https://petro.fandom.com/wiki/L%C3%B6tlampe

Bildquelle: Gresei/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Peter ist gelernter Maurer und hat viele Jahre in verschiedenen Betrieben gearbeitet. Er besitzt eine Hobby-Werkstatt zuhause und werkelt in seiner Freizeit an verschiedenen Do-it-yourself-Projekten. Er kennt sich bestens mit Inneneinrichtung und Werkzeugen aus.