Heißluftpistole
Zuletzt aktualisiert: 23. April 2020

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Heißluftpistolen sind für jeden Heimwerker oder professionellen Handwerker ein praktischer Begleiter, der durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten glänzt. Überall wo Hitze gebraucht wird, kann eine Heißluftpistole zur Anwendung kommen. Durch Temperaturen bis zu 650°C kann ein Heißluftfön sogar eingefrorene Rohre zum Auftauen bringen oder das Entfernen von alten Farbresten enorm erleichtern. Und das ganz ohne die Erzeugung von Flammen.

Mit unserem großen Heißpistolen Test 2020 wollen wir dir dabei helfen, das für dich geeignetste Heißluftgebläse zu finden. Ob deine Heißluftpistole kabelgebunden, akkubetrieben oder gasbetrieben sein soll, hängt natürlich ganz von deinem Vorhaben und deinen Präferenzen ab. Um dir die Kaufentscheidung so einfach wie möglich zu machen, haben wir die verschiedenen Arten miteinander verglichen und dir die jeweiligen Vorteile und Nachteile aufgelistet.

Inhaltsverzeichnis




Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Heißluftpistole ist ein Werkzeug, welches zur Erhitzung bestimmter Oberflächen verwendet wird. Die Heißluftpistole saugt Umgebungsluft an und verwandelt diese durch eingebaute Heizelemente in Heißluft, welche anschließend durch eine Düse ausgeblasen wird.
  • Heißluftpistolen werden entweder durch Netzstrom, Akku oder Gas betrieben und können Temperaturen bis zu 650° C erreichen.
  • Die Einsatzmöglichkeiten von Heißluftpistolen sind sehr vielfältig. Sie finden vor allem beim Schweißen, Löten, Verformen von Kunststoffen, beim Verbiegen von Rohren und bei der Entfernung von Farb- und Lackresten Anwendung.

Heißluftpistole Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Heimwerker-Heißluftpistole

Die beliebteste Heißluftpistole ist das Modell der Brüder Mannesmann. Mit ihrem unschlagbaren Preis ist sie vor allem bei Heimwerkern sehr beliebt. Diese Heißluftpistole umfasst 2000 W und wird durch Stromnetz betrieben. Das Modell besitzt zwei Einstellungsstufen. Eine mit einem Luftstrom von 300l/min und einer Temperatur von 300°C und eine mit 500 l/min und 550°C. Im Lieferumfang sind außerdem vier verschiedene Aufsatzdüsen enthalten.

Solltest du eine kabelgebundene Heißluftpistole bevorzugen und auf der Suche nach einem guten und preisgünstigen Modell sein, ist dieses genau das richtige für dich.

Die beste Heißluftpistole für Langzeitarbeiten

Die Besonderheit an dem Modell des Herstellers Tilswall ist die eingebaute LED-Digitalanzeige mit zusätzlicher Speicherfunktion. Durch die Speicherfunktion ist es möglich, die vor dem letzten Herunterfahren verwendete Temperatur wiederherzustellen. Somit ist das Modell besonders für größere Aufgaben geeignet. Die Temperatur lässt sich mit 12 Stufen ganz einfach von 50°C bis 600°C regulieren. Das ermöglicht ein besonders detailliertes Arbeiten.  Im Preis inbegriffen sind vier Aufsatzdüsen, sowie ein dreiteiliges Schaber-Set und ein Spachtel.

Möchtest du deine Heißluftpistole für Langzeitarbeiten verwenden und von einer LED-Digitalanzeige mit Speicherfunktion profitieren, ist dieses Modell ideal für dich.

Die beste Heißluftpistole mit Akku

Akku-Heißluftpistolen sind eine beliebte Alternative zu den kabelgebundenen Heißluftpistolen. Mit einer Spannung von 18 V können Temperaturen bis zu 470°C erzeugt werden. Ein integriertes LED-Licht sorgt für eine zusätzliche Beleuchtung des Arbeitsbereiches. Im Lieferumfang sind eine Reflektordüse und eine Konzentratordüse enthalten. Der Akku muss allerdings hinzugekauft werden.

Wenn du auf der Suche nach einer guten akkubetriebenen Heißluftpistole bist, ist dieses Modell eine durchaus gute Wahl.

Die beste Heißluftpistole mit Gas

Gas-Heißluftpistolen sind eine absolute Besonderheit und die Auswahl ist dementsprechend gering. Der Temperaturbereich lässt sich variabel bis zu 650°C einstellen. Ob das Gerät noch ausreichend Gas hat, kannst du durch ein Sichtfenster ganz einfach überprüfen. Das Butan Feuerzeuggas ist in Supermärkten oder Zeitschriftenläden erhältlich. Durch das sehr geringe Gewicht des Heißluftgebläses ist eine einfache Handhabung gewährleistet.

Solltest du ein gasbetriebenes Heißluftgebläse bevorzugen, so ist dieses Modell sicherlich eines der besten auf dem Markt.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Heißluftpistole kaufst

Was ist eine Heißluftpistole?

Eine Heißluftpistole ist ein Werkzeug, welches zur gezielten Erwärmung bestimmter Oberflächen verwendet wird. Heißluftgebläse sind durch ihren Temperaturbereich von etwa 50°C bis 650°C in den unterschiedlichsten Bereichen einsetzbar.

Durch die Erzeugung von sehr heißer Luft, kann eine Heißluftpistole fast überall eingesetzt werden, wo hohe Temperaturen benötigt werden.

Heißluftpistole-1

Eine Heißluftpistole kann in vielen Bereichen eingesetzt werden. Sie findet beispielsweise beim Schweißen Anwendung.
(Bildquelle: pixabay.com / Lisa Runnels)

Üblicherweise finden Heißluftpistolen Anwendung beim:

  • Schweißen
  • Löten
  • Auftauen und Verbiegen von Rohren
  • Verformen von Kunststoffen
  • Folieren
  • Schrumpfen von Schläuchen
  • Entfernen von Farb- und Lackresten, sowie von Vinyl und alten Bodenbelägen
  • Entfernen von Aufklebern
  • Grill anzünden

Wie man einen Grill mit einer Heißluftpistole anzündet, zeigt dir folgendes Video.

Wie funktioniert eine Heißluftpistole?

Die Heißluftpistole saugt Umgebungsluft an und verwandelt diese durch eingebaute Heizelemente in Heißluft. Die heiße Luft wird anschließend aus einer Düse im vorderen Bereich der Heißluftpistole nach außen geblasen.

Die gasbetriebene Heißluftpistole hingegen besitzt in der Regel einen Piezozünder. Durch das Drücken eines Tasters wird ein technischer Prozess ausgelöst, welcher dazu führt, dass sich eine Spannung im Inneren aufbaut.  Diese Spannung wird auf zwei Metallkontakte übertragen und es entsteht ein blauer Funken. Dieser entzündet schließlich das Gas, welches aus der Düse austritt.

Mittels eingebauter Elektronik ist es bei den meisten Heißluftgebläsen möglich verschiedene Temperaturstufen einzustellen.  Je nach Modell und Einstellung des Gerätes können Heißluftpistolen Temperaturen von 50°C bis 650°C erzeugen.

Auch die Menge des Luftstroms kann bei manchen Modellen variiert werden. Unter Luftstrom versteht man die Menge an angesaugter Umgebungsluft, die in heiße Luft umgewandelt wird. Die durchschnittliche Luftdurchflussmenge liegt bei etwa 200 bis 500 Liter pro Minute.

Was kostet eine Heißluftpistole?

Die Preisspanne zwischen den verschiedenen Heißluftpistolen ist sehr groß. Je nach Leistung, Qualität und inkludiertem Zubehör, fällt der Preis unterschiedlich aus. Die Spanne liegt bei circa 15 bis 500 Euro. Der durchschnittliche Preis für gute Heimwerker-Geräte liegt allerdings meist deutlich unter 100 Euro. Lediglich sehr professionelle Heißluftgebläse können deutlich darüber hinausgehen.

Modelle mit höherer Leistung sind meist etwas teurer also weniger leistungsstarke Gebläse.

Typ Preisspanne
Kabelgebunden ca. 15-500 €
Akkubetrieben ca. 50-350 €
Gasbetrieben ca. 25-180 €

Bei den kabelgebundenen Heißluftpistolen reichen die Preise bis hin zu 500 Euro, wobei gerade im niedrigen Preissegment eine sehr hohe Produktvielfalt besteht. Der Anfangspreis bei akkubetriebenen Heißluftfönen liegt mit 50 Euro etwas über dem der kabelgebundenen. Die Auswahl an akkubetriebenen Heißluftpistolen ist eher gering. Im Bereich der gasbetriebenen Heißluftpistolen werden nur sehr wenige Modelle angeboten. Die Preise liegen bei etwa 25 bis 180 Euro.

Du solltest beim Kauf einer Heißpistole die verschiedenen Anbieter miteinander vergleichen, da sich die Preise deutlich voneinander unterscheiden können.

Wo kann ich eine Heißluftpistole kaufen?

Heißluftpistolen gibt es in allen Baumärkten und in verschiedenen Onlineshops.

Unseren Recherchen zufolge werden über diese Onlineshops die meisten Heißluftpistolen verkauft:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • idealo.de
  • otto.de
  • lidl.de
  • real.de
  • svh24.de

Welche Alternativen gibt es zu einer Heißluftpistole?

Wenn du nach einer Alternative zu einer Heißluftpistole suchst, kommt es natürlich ganz darauf an, wofür du diese verwenden möchtest.

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Es gibt einige Alternativen, die man anstelle einer Heißluftpistole benutzen kann. Ein Lötkolben kann beispielsweise alternativ zum Löten verwendet werden.
(Bildquelle: pixabay.com / Bruno)

Möchtest du kleine Lötarbeiten vornehmen, reicht ein Lötkolben beispielsweise aus. Dasselbe gilt für Schweißarbeiten. Hierbei führt ein Schweißgerät genauso zum gewünschten Ergebnis. Eine Heißklebepistole kann in manchen Fällen ebenfalls den angestrebten Effekt erzielen. Auch Geräte, welche mit offener Flamme arbeiten, können in vielen der genannten Anwendungsbereiche eingesetzt werden.

Entscheidung: Welche Arten von Heißluftpistolen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du dir eine Heißluftpistole anschaffen möchtest, kannst du zwischen drei Alternativen entscheiden, welche sich jeweils in ihrer Antriebsart voneinander unterscheiden:

  • Kabelgebundene Heißluftpistole
  • Akkubetriebene Heißluftpistole
  • Gasbetriebene Heißluftpistole

Die verschiedene Antriebsart und die damit verbundene Handhabung bringen jeweils Vorteile und Nachteile mit sich. Je nachdem wofür du die Heißluftpistole verwenden möchtest, eignet sich eine andere Art für dich. Folgender Abschnitt soll dir dabei helfen herauszufinden, welche Heißluftpistole sich am besten für dich eignet.

Was zeichnet eine kabelgebundene Heißluftpistole aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Die kabelgebundene Heißluftpistole wird durch Netzstrom betrieben. Sie benötigt im Gegensatz zu den beiden anderen Möglichkeiten einen Stromanschluss und ein Verbindungskabel.

Das Gewicht des Heißluftgebläses ist relativ gering, da kein zusätzlicher schwerer Akku eingebaut ist. Dadurch gestaltet sich die Handhabung als einfach und angenehm. Gerade für Personen, die längere Zeit am Stück mit dem Gerät arbeiten, erweist sich dieser Punkt als großer Vorteil.

Da kabelgebundene Heißluftpistolen über den Netzstrom angetrieben werden, ist die Laufzeit jederzeit sichergestellt. Dies ist wiederum ein Plus für alle Handwerker, die häufig und längere Zeit am Stück auf das elektrische Werkzeug angewiesen sind.

Auch die Leistung ist im Hinblick auf die erzeugte Temperatur und den Luftstrom meist besser als bei den beiden anderen Optionen. Wenn du also vorhast möglichst hohe Temperaturen zu erzielen, ist eine kabelgebundene Heißluftpistole die beste Wahl für dich.

Vorteile
  • Leichte Handhabung durch geringes Gewicht
  • Sichergestellte Laufzeit bei Stromversorgung
  • Sehr gute Leistung im Hinblick auf Temperatur und Luftstrom
Nachteile
  • Störendes Netzkabel
  • Erhöhte Stolpergefahr
  • Durch Abhängigkeit zur Stromversorgung unflexibel

Ein Nachteil gegenüber den kabellosen Alternativen ist natürlich das Kabel an sich. Dieses kann in manchen Situationen störend sein. Besonders wenn das Kabel nicht lang genug ist, um vom Stromanschluss bis zum Arbeitsplatz zu reichen und ein Verlängerungskabel zum Einsatz kommen muss. Dadurch ergibt sich möglicherweise erhöhte Stolpergefahr. Solltest du eine Kabeltrommel als Verlängerungsteil benutzen, achte immer darauf, dass diese komplett ausgerollt ist. Dadurch kann eine Überhitzung des Kabels vermieden werden.

Außerdem ist man nicht so flexibel, da man vom Stromzugang abhängig ist. Suchst du eine Heißluftpistole, welche du vermehrt im Außenbereich verwenden möchtest, gilt es zu überprüfen, ob der Zugang zu einer Stromquelle sichergestellt werden kann. Ist dies nicht der Fall, solltest du eher auf die akkubetriebene oder gasbetriebene Heißluftpistole zurückgreifen.

Was zeichnet eine akkubetriebene Heißluftpistole aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Eine akkubetriebene Heißluftpistole wird, wie der Name schon sagt, durch einen eingebauten Akku angetrieben. Ein zusätzliches Verbindungskabel ist nicht notwendig, was sehr vorteilhaft sein kann.

Da ein Stromanschluss nicht notwendig ist, gibt es auch kein Netzkabel, was stören könnte.

Der größte Vorteil einer Heißluftpistole mit Akku ist die Flexibilität. Da sie nicht auf eine Netzstromzufuhr angewiesen ist, kann die akkubetriebene Heißluftpistole auch flexibel im Außenbereich verwendet werden. Für Arbeiten im Gartenbereich eignet sich ein Heißluftgebläse mit Akku beispielsweise besonders gut.

Vorteile
  • Kein Stromanschluss notwendig
  • Kein störendes Netzkabel
  • Fexibel auch im Außenbereich einsetzbar
Nachteile
  • Weniger Leistung im Hinblick auf Temperatur und Luftstrom
  • Schwierigere Handhabung durch höheres Gewicht
  • Eher geringe Akkulaufzeit

Ein Nachteil gegenüber der kabelgebundenen Alternative liegt ihrer Leistung. Die akkubetriebene Heißluftpistole kann meist weniger Leistung aufbringen und somit weniger hohe Temperaturen erzielen. Auch der erzeugte Luftstrom ist weniger leistungsstark.

Durch den eingebauten, relativ schweren, Akku ist das Gewicht der Heißluftpistole im Vergleich etwas höher. Das erschwert die Handhabung und kann auf längere Zeit unbequem werden. Somit eignet sich die akkubetriebene Heißluftpistole eher für kurze Arbeiten.

Auch die Akkulaufzeit verhindert längere Arbeiten am Stück. Die Akkulaufzeit bei den Heißluftpistolen ist eher gering. Ist der Akku leer, muss er wieder aufgeladen werden. Das kann den Arbeitsfluss stören und wertvolle Zeit kosten.

Was zeichnet eine gasbetriebene Heißluftpistole aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Gasbetriebene Heißluftpistolen werden, im Gegensatz zu den beiden Alternativen, durch ein Gasgemisch angetrieben. Dieses Gasgemisch besteht im Regelfall aus Butan, Propan und Propen.

Wie bei dem akkubetriebenen Heißluftgebläse ist ein zusätzlicher Stromanschluss nicht notwendig und somit fällt auch das lästige Verbindungskabel weg.

Anders als bei der Heißluftpistole mit dem schweren Akku, ist das Gewicht der Heißluftpistole mit Gas eher gering. Die einzelnen Gaskartuschen sind sehr leicht, wodurch das Gesamtgerät durch das geringe Gewicht überzeugen kann. Die Handhabung wird als sehr angenehm beschrieben.

Vorteile
  • Kein Stromanschluss notwendig
  • Kein störendes Netzkabel
  • Leichte Handhabung durch geringes Gewicht
  • Flexibel auch im Außenbereich einsetzbar
Nachteile
  • Sehr wenig Auswahl
  • Eher geringe Laufzeit
  • Gaspatronen müssen nachgekauft werden

Ein Nachteil der gasbetriebenen Heißluftpistole ist die sehr kleine Auswahl an Modellen. Bisher werden auf dem Werkzeugmarkt nur sehr wenige gasbetriebene Modelle angeboten, wodurch die Entscheidungsmöglichkeiten deutlich eingeschränkt sind.

Auch die Betriebszeit der gasbetriebenen Heißluftpistolen ist eher gering. Die Brenndauer einer Gaskartusche liegt bei circa 1 bis 2 Stunden. Dadurch sind längere Arbeiten am Stück nur möglich, wenn Ersatzkartuschen vorhanden sind.

Ist die Gaskartusche leer, muss eine neue gekauft werden. Diese sind nicht gerade billig. Der Preis einer Gaskartusche liegt bei etwa 10 Euro. Solltest du also vorhaben, die Heißluftpistole häufig und auch längerer Zeit am Stück zu benutzen, sollte dir bewusst sein, dass zusätzliche Kosten auftreten werden.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Heißluftpistolen vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Aspekte du dich zwischen der Vielzahl an möglichen Heißluftpistolen entscheiden kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Heißluftgebläse miteinander vergleichen kannst, umfassen:

In den folgenden Absätzen erfährst du, worauf es bei den einzelnen Aspekten ankommt.

Temperatur

Je nachdem wofür du die Heißluftpistole verwenden möchtest, benötigst du auch unterschiedliche Temperaturen. Eine kabelgebundene Heißluftpistole kann Temperaturen von bis zu 650°C erreichen. Auch die Heißluftpistole mit Gas kann derartig hohe Temperaturen erreichen.  Die akkubetriebene Variante schafft meist nicht mehr als 450°C.

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Die Temperatur ist ein entscheidendes Kriterium bei dem Kauf einer Heißluftpistole. Je nach Modell kann das Gerät verschieden hohe Temperaturen erzeugen.
(Bildquelle: unsplash.com / Jaroslaw Kwoczala)

Für bestimmte Anwendungsgebiete kann es Sinn ergeben, auch geringere Temperaturen einzustellen. Einige Modelle fangen bereits bei 50°C an. Andere hingegen erst bei 300°. Achte also nicht nur auf die maximale Temperaturangabe, sondern auch auf die minimale Temperatureinstellung.

Umso genauer du arbeiten möchtest, desto wichtiger ist es die Temperatur bestmöglich zu regulieren.

Da du nur bei den wenigsten Modellen eine genaue Temperaturangabe einstellen kannst, ist es wichtig darauf zu achten, wie viele Temperaturstufen die Heißluftpistole hat. Die Varianz ist hierbei enorm groß. So gibt es viele Modelle, welche nur zwei Stufen besitzen. Andere können allerdings auch mit bis zu 60 verschiedenen Einstellungsstufen ausgestattet sein.

Luftstrom

Auch die Regulierbarkeit des Luftstroms kann unter Umständen ein ausschlaggebendes Kriterium sein.

Der gemessene Luftstrom liegt bei den meisten Heißluftpistolen bei etwa 200 bis 500 Litern pro Minute. Es kann durchaus sinnvoll sein, den Luftstrom manuell zu regulieren. Für großflächige Arbeiten eignet sich meist ein höherer Luftstrom. Bei besonders feinen Arbeiten, wie beispielsweise dem Löten, sollte der Luftstrom etwas reduziert werden.

Es ergibt also Sinn Heißluftpistolen mit mehreren Luftstromstufen zu wählen, wenn du sie für verschiedene Arbeiten hernehmen möchtest.

Leistung und Spannung

Die Leistung spielt im Bereich der Heißluftpistolen eine ebenso wichtige Rolle. Die Leistungsspanne liegt bei den kabelgebundenen Heißluftpistolen bei etwa 1500 bis 2200 Watt.

Modelle mit einer geringeren Leistung können allerdings auch ausreichend sein. Das hängt ganz von deinem Vorhaben ab. Wenn du beispielsweise nur kleine Bastelarbeiten vornehmen möchtest, oder im Bereich des Modellbaus aktiv bist, reicht eine geringere Leistung aus. Hierbei eignen sich sogenannte Mini-Heißluftpistolen, deren Leistung meist nicht höher als 500 Watt ist. Für größere Arbeiten, wie etwa dem Entfernen von Farbe, solltest du auf Modelle mit höherer Leistung zurückgreifen.

Die Akkubetriebenen Heißluftpistolen kannst du hinsichtlich ihrer Spannung miteinander vergleichen. Üblicherweise liegt hier die Spanne zwischen 15 und 20 Volt.

Gewicht

Wie schon erwähnt, variiert das Gewicht zwischen den verschiedenen Arten von Heißluftpistolen. Heißluftpistolen mit Akku sind in der Regel etwas schwerer als die kabelgebundenen oder die gasbetriebenen Modelle.

Dir sollte bewusst sein, dass das Gewicht der Heißluftpistole Auswirkungen auf die Handhabung und das Arbeitsverhalten haben kann.

Die Gewichtsspanne von kabelgebundenen Heißluftgebläsen liegt in etwa zwischen 600 und 1000 Gramm. Es gibt allerdings auch Mini-Heißluftpistolen, welche deutlich leichter sind und vor allem im Modellbau verwendet werden.

Das Gewicht der akkubetriebenen Heißluftpistolen liegt bei etwa 700 bis 1000 Gramm. Hinzu kommt allerdings noch das Gewicht des Akkus, welcher oft extra gekauft werden muss. Hier kann man zusätzlich noch mit einem Gewicht von ungefähr 600 Gramm rechnen.

Das Gesamtgewicht bei gasbetriebenen Heißluftpistolen liegt bei circa 800 Gramm.

Zusätzliche Funktionen: Überhitzungsfunktion, Schmutzfilter und Display

Überhitzungsfunktion

Neben den bisher genannten Kriterien solltest du bei dem Kauf einer Heißluftpistole auf zusätzlich integrierte Funktionen achten. Besonders wichtig für deine eigene Sicherheit ist eine eingebaute Überhitzungsfunktion. Diese sorgt dafür, dass sich dein Gerät von alleine ausschaltet, wenn es zu heiß wird. Das Gerät kann erst wieder eingeschaltet werden, wenn sich die Temperatur wieder im Normalzustand befindet.

Scmutzfilter

Auch ein eingebauter Schmutzfilter kann von Vorteil sein. Dieser sorgt dafür, dass Schmutzpartikel, welche über die Luft eingesaugt werden, das Gerät nicht beschädigen. Die Schmutzfilter können in der Regel recht einfach ausgewechselt werden. Da nicht in jedem Modell ein Schmutzfilter eingebaut ist, solltest du diesen Punkt vor dem Kauf überprüfen, um die Lebensdauer deiner Heißluftpistole zu erhöhen.

Display

Außerdem kann es sinnvoll sein, dass deine Heißluftpistole ein Display hat, der dir die genaue Temperatur anzeigt. Somit kannst du noch genauer Arbeiten und exaktere Ergebnisse erzielen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Heißluftpistolen

Was kann ich mit einer Heißluftpistole machen?

Eine Heißluftpistole kann in vielen Bereichen Anwendung finden. Sowohl im Handwerkerbereich, als auch im normalen Alltag. Wie bereits erwähnt werden Heißluftpistolen vor allem verwendet beim:

  • Schweißen
  • Löten
  • Auftauen und Verbiegen von Rohren
  • Verformen von Kunstoffen
  • Folieren
  • Schrumpfen von Schläuchen
  • Entfernen von Farb- und Lackresten, sowie von Vinyl und alten Bodenbelägen
  • Entfernen von Aufklebern
  • Grill anzünden

Wenn du wissen möchtest, wie man mithilfe einer Heißluftpistole Holz von alten Farbresten befreit, sehe dir dieses Video an.

Welche Düsen gibt es für die Heißluftpistole und wofür werden sie verwendet?

Verschiedene Düsenaufsätze können das gezielte Arbeiten unterstützen. Hier findest du eine Liste mit verschiedenen Aufsätzen und für welches Vorhaben sie sich besonders gut eignen.

Düsenart Eigenschaften Besonders gut geeignet für
Punktdüse / Reduzierdüse Ermöglicht punktgenaues Erwärmen Schweißen, Löten, Verbiegen von Kustoffschläuchen
Schlitzdüse Kann zusätzlich an eine Punktdüse angebracht werden Schweißen
Glasschutzdüse Schont Silikon, Kunststoff und Glas Arbeiten an Fensterrahmen
Schweißdüse Bündelt die heiße Luft auf eine kleine Fläche Detaillarbeiten
Oberflächendüse Verteilt die Hitze großflächig Entfernung von Farb- und Lackresten, Folieren
Reflektordüse lenkt die Hitze von allen Seiten auf die Arbeitfläche Löten von Rohren, Schrumpfen von Schrumpfschläuchen, Auftauen und Biegen von Rohren
Grillanzünderdüse bringt Kohle schnell und effektiv zum Glühen Erhitzen von Kohle

Vorsichtsmaßnahmen

Wenn du eine Heißluftpistole verwendest, gibt es ein paar Sachen, die du beachten solltest, um dich und das Gerät zu schützen:

  1. Arbeite nicht mit entflammbaren Stoffen: Von Stoffen wie Benzin oder Ähnlichem solltest du die Finger lassen.
  2. Schütze dich durch angemessene Schutzkleidung: Verwende Hitzeschutzhandschuhe und eine Schutzbrille.
  3. Achte auf eine gute Durchlüftung: Bei Verwendung im Innenbereich solltest du auf eine gute Durchlüftung des Raumes achten.
  4. Lasse die Heißluftpistole abkühlen: Wenn du fertig mit deiner Arbeit bist, lasse das Gerät abkühlen. Erst wenn es vollständig abgekühlt ist, solltest du es aufräumen.
  5. Rolle eine Kabeltrommel vollständig aus: Bei Verwendung einer Kabeltrommel als Verlängerungskabel, rolle diese immer ganz aus.
  6. Erhitze nicht zu lange eine Stelle: Halte die Heißluftpistole nicht zu lange auf einer Stelle, wenn du Materialien wie beispielsweise Holz bearbeitest. Dadurch können unerwünschte Schäden an dem Material entstehen. Halte stattdessen lieber häufiger für kurze Zeit die Pistole an die Stelle, die du erhitzen möchtest.
  7. Bewahre die Heißluftpistole für Kinder unzugänglich auf: Die Heißluftpistole sollte stets an einem Ort gelagert werden, zu dem die Kinder keinen Zugang haben.
  8. Stelle einen Feuerlöscher bereit: Idealerweise sollte ein Feuerlöscher für den Ernstfall parat stehen.
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Um dich und deine Mitmenschen zu schützen, solltest du verschiedene Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Die Sicherheit steht immer an oberster Stelle.
(Bildquelle: pixabay.com / ArtTower)

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hei%C3%9Fluftgebl%C3%A4se

[2] https://www.selbst.de/wie-funktioniert-eine-heissluftpistole-21105.html

[3] https://www.haustechnikdialog.de/SHKwissen/1617/Piezozuendung

Bildquelle: microgen/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Peter ist gelernter Maurer und hat viele Jahre in verschiedenen Betrieben gearbeitet. Er besitzt eine Hobby-Werkstatt zuhause und werkelt in seiner Freizeit an verschiedenen Do-it-yourself-Projekten. Er kennt sich bestens mit Inneneinrichtung und Werkzeugen aus.