Möchte man renovieren, die Wohnung umgestalten oder ein Möbelstück ersetzen, kann es schnell mal passieren das Werkzeuge aus der heimischen Werkstadt, wie die Bohrmaschine, an ihre Grenzen geraten – beispielsweise, wenn man Fliesen bearbeiten möchte. Hier kann ein Bohrhammer die richtige Lösung sein.

In unserem Bohrhammer Test 2019 haben wir dir ausführliche Hintergrundinformationen rund um das Thema Bohrhammer zusammengestellt. Dabei beantworten wir die wichtigsten Fragen, stellen dir verschiedene Arten von Bohrhämmern genauer vor und erklären dir Kriterien, die du beim Kauf unbedingt beachten solltest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Bohrhämmer ermöglichen es dir, Löcher in besonders harte Materialien zu bohren, Fliesen abzuhämmern oder ganze Wände zu bearbeiten.
  • Prinzipiell unterscheidet man Bohrhämmer nach ihrer Antriebsart. Deswegen gibt es elektrische, pneumatische und hydraulische Bohrhämmer. Die Arten gibt es in verschiedenen Stärken und sind somit jeweils für unterschiedliche Arbeiten und Einsatzgebiete geeignet.
  • Elektrische Bohrhämmer sind sowohl für den Heimwerker als auch für den Handwerker geeignet. Pneumatische und hydraulische Bohrhämmer werden hingegen tendenziell nur von Handwerkern gebraucht und genutzt.

Bohrhammer Test: Favoriten der Redaktion

Der Bohrhammer mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Bosch „PBH 2100 RE“ Bohrhammer, ein elektrischer Bohrhammer, überzeugt mit seinem geringen Gewicht und seiner guten Qualität.

Derzeit bewerten etwa 84% aller Rezensionen das Produkt positiv.
Folgende Punkte werden immer wieder hervorgehoben:

  • Optimale Bohrungen
  • Nicht zu schwer
  • Für Heimwerker ausreichend

Gerade das leichte Gewicht möchten wir hier betonen. Denn so ist die Arbeit nicht so anstrengend und du hältst länger durch. Sollten dir die übrigen zwei Aspekte auch wichtig sein, so kannst du dir diesen Bohrhammer einmal genauer anschauen.

Der Bohrhammer mit der stärksten Leistung

Der Bosch „GBH 2-28 F Professional“ Bohrhammer, ein elektrischer Bohrhammer, überzeugt in seinem Preis-Leistungsverhältnis und seiner guten Qualität.

Derzeit bewerten 98% aller Rezensionen das Produkt positiv.
Besonders hervorgehoben werden dabei immer wieder:

  • Leistung für anspruchsvolle Heimwerkerarbeiten
  • Nicht zu schwer
  • Optimale Bohrungen
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Besonders betonen möchten wir die überdurchschnittlich hohe Leistung des Produkts. So wurde oft gesagt, dass mit diesem Bohrhammer auch professionelle Arbeiten kein Problem sind. Auch die übrigen genannten Punkte sind durchaus produktspezifisch und nicht bei allen Produkten der Konkurrenz zu finden. Wenn dir diese Punkte also wichtig sind, wirst du mit diesem Bohrhammer zufrieden sein.

Der beste Bohrhammer für Einsteiger

Dieser Bohrhammer bietet dir für einen guten Preis einen Anfang in die Welt der Bohrhammer. Mit 3 starken Funktionen (Bohren, Schlagbohren und Meißeln) lassen sich bereits viele Aufgaben erledigen mit diesem Hammer.

Durch eine Überlastrutschkupplung hast du zudem ideale Sicherheit beim Arbieten. Der Hammer wird praktisch in einem Koffer geliefert. Der Bohrhammer ist der ideale Start für Aufgaben und wird dich sicher begeistern.

Der beste Bohrhammer für guten Komfort

Der Makita „HR 2470“ Bohrhammer, ein elektrischer Bohrhammer, überzeugt mit seinem Komfort und seiner guten Qualität.

Zur jetzigen Zeit bewerten etwa 85% aller Rezensenten das Produkt als positiv.
Immer wieder werden dabei folgende Dinge betont:

  • Optimale Bohrungen
  • In den Koffer passt auch Zubehör
  • Der Zweithandgriff ist schnell verstellt

Jeden einzelnen Punkt möchten wir hervorheben, da sie alle für eine positive Kaufentscheidung wichtig sind. Die Bohrungen haben ein tolles Ergebnis und es passt mehr als nur der Bohrhammer selbst in den Koffer. Solltest du auf die genannten Punkte Wert legen, so ist dieser Bohrhammer eventuell was für dich.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Bohrhammer kaufst

Wie funktioniert ein Bohrhammer?

Wenn du hartes Gestein bzw. Beton bohren willst, empfiehlt sich Bohrhämmer mit pneumatischem Schlagwerk. Hierbei kann ein Taumellager durch ein Motor den Antriebskolben bewegen. Zwischen dem Antriebskolben und dem Flugkolben befindet sich Luft.

Die wird durch eine Vorwärtsbewegung zusammengedrückt, wodurch ein Druck entstehen kann. Mit dieser Kraft bewegt sich der frei bewegliche Flugkolben nach vorne, um auf den Schlagbolzen zu treffen.

Durch den Schlagimpuls von Flugkolben auf den Schlagbolzen, kann dieser auf das Werkzeug in der Werkzeugaufnahme übertragen werden. Beim Zurückprallen vom Antriebskolben, prallt der Schläger gleichzeitig zurück.

In der Zeit wo der Antriebskolben sich wieder in der Vorwärtsbewegung sich befindet, kommt der Flugkolben entgegen. Wodurch die Luft wieder zusammengepresst wird. Dadurch dass mehr Energie gespeichert wurde, kann an den Schlagbolzen und das Einsatzwerkzeug auch mehr Kraft übertragen werden.

Im folgenden Video wird dir nochmal grafisch die Funktionsweise beschrieben.

Was muss der Bohrhammer alles können?

Als Faustregel kannst du dir merken: “Je höher die Wattzahl, desto mehr Kraft hat die Bohrmaschine.” Aber dies ist nicht das einzige Leistungsmerkmal die die Qualität bestimmt. Die meisten Bohrhämmer können dir über 5000 Schläge pro Minute vorweisen, ein verlässliches Werkzeug sollte mindestens bis zu 4000 leisten.

Zudem sollte ein Bohrhammer nicht zu schwer sein, damit es bei der Arbeit Überkopf nicht allzu anstrengend wird. Wenn du Bohrhammer die 2 Kilogramm wiegen nutzt, dann kannst du problemlos länger bohren.

Neben der Doppelfunktion Bohren und Hämmern, sollte eine Regulierungsmöglichkeit von Geschwindigkeitsstufen nicht fehlen.

Wenn du große Löcher bohren willst solltest du den ersten Gang nutzen. Denn dieser am kraftvollsten, da die Drehzahl sehr gering ist. Beim zweiten Gang dagegen, bohrst du zwar schneller aber mit weniger Power. Weswegen du ihn nur nutzen solltest, wenn du kleinere Löcher bohren willst.

Es ist zudem einer weiterer Vorteil für ein Bohrhammer, wenn du den Hammerwerk abschalten kannst. Dadurch brauchst du dir nicht zusätzlich eine herkömmliche Bohrmaschine kaufen.

Wenn du Meißeln willst, ist ein Bohrhammer mit Drehstopp Funktion sehr empfehlenswert.

foco

Wusstest du, dass es Modelle mit Gegenschwinger gibt?

Durch den Gegenschwinger, der im Gehäuse des Getriebes eingebaut ist, werden die Vibrationswerte auf ein Minimum reduziert. Dadurch ist der Bohrhammer gelenkschonender und er verhindert Langzeitschäden.

Wie benutze ich einen Bohrhammer richtig?

Den Bohrhammer solltest du für den richtigen Halt auf Brusthöhe halten. Daraufhin senkrecht zur Wand aufsetzen und ohne Schlag bohren. Wenn du den Halt der Maschine gefunde hast, kannst du bei Bedarf das Schlagwerk aktivieren. Bevor der Bohrhammer überhitzt, solltest du das Werkzeug immer wieder ein Stück weit aus dem Loch ziehen.

Dadurch kann auch das Bohrmehl besser abtransportiert werden und an das Gewinde kommt kühle Luft. Wenn du den Bohrhammer aus dem Bohrloch ziehst sollte dies immer im drehenden Zustand geschehen. Wenn du ihn im ruhenden Zustand rausziehst kann er sich leichter verkannten.

foco

Wusstest du, dass es spezielle Ortungsgeräte gibt?

Spezielle Ortungsgeräte helfen dir dabei, vor dem Bohren zu prüfen, ob in dem betrachteten Bereich Strom-, Gas- oder Wasserleitung liegen.

Für welchen Zweck verwendet man einen Bohrhammer und wie geht man dabei jeweils vor?

Je nach Wandbeschaffenheit musst du unterschiedliche Dübel verwenden. In der folgenden Tabelle sind dir die Dübel aufgelistet:

Dübel Wandbeschaffenheit
Gipskartondübel / Federklappdübel Gips oder Wandbauplatten
Porenbetondübel Lochstein
Spreizdübel Massives Mauerwerk aus Stein oder Beton

Um zu große Löcher zu vermeiden, solltest du bei porösen Materialien ein etwas kleineren Bohrer nutzen.

Nicht nur bei Dübel Wahl solltest du achten, sondern auch auf die Funktion deines Bohrhammer bei unterschiedlichen Wänden:

Material Empfehlung
Gips / Holz Schlagfunktion meiden
Ziegel / Naturstein / leichter Beton Schlagbohrmaschine
Beton / Stahlbeton Bohrhammer

Welche Berufsgruppen verwenden einen Bohrhammer?

Berufsgruppen die Betonbauten und Renovierungsarbeiten durchführen müssen, sind Bohrhämmer das ideale Instrument für den Berufsalltag. Aber auch Maurer der Wasser- und Gasinstallateure können auf das Werkzeug nicht verzichten.

Schlosser, Maurer, Betonbauer oder Elektriker stehen zudem oft vor der Herausforderung Holz oder Stahl zu bohren. Hierbei handelt sich meist um 35-52 mm, weswegen Modelle von bis zu 10 kg für solche Aufgaben ausreichen.

Welche Bauarten und Varianten gibt es bei Bohrhämmern?

Hauptsächlich unterscheiden sich Bohrhammer in elektronische-, pneumatische- und hydraulische Bohrhämmer.

Die bekannteste Variante ist wahrscheinlich der elektronische Bohrhammer, welcher in den unterschiedlichen Preisen zu kaufen gibt. Diese Bohrhammer sind mit dem Stecker in der Steckdose sofort einsatzbereit, heutzutage haben viele auch ein Akku im Gerät. Diese Art von Bohrhammer solltest du für mineralische Materialien nutzen.

Wenn du ein leiseres und wartungsärmeres Instrument bevorzugst, dann sind pneumatische Bohrhämmer empfehlenswert. Der Nachteil hierbei ist, dass sie ein Druckluftnetz oder ein Kompressor benötigen, weswegen die oft nur auf großen Baustellen vorzufinden sind. Dennoch gibt es auf den Markt bereits elektronische Bohrhammer mit pneumatischen Schlagwerk.

Falls du massive und umfangreiche Arbeit an Stein oder Beton hast sind hydraulische Bohrhämmer ideal. Diese sind groß und üben einen massiven Druck auf die Bohrstelle auf.

Was steckt hinter der Bezeichnung SDS-Systeme und SDS max. ?

Der Abkürzung SDS steht für “Steck-Dreh-Sitz”. Das Unternehmen Bosch hat dieses System als “Special Direct System” bzw. “Spannen durch System” weiterentwickelt. Allgemein ist die Kennzeichnung für Bohrer von Bohrmaschinen und Bohrhämmer anzuwenden.

Dies hat die Bedeutung dass diese Bohrer durch speziell gefertigte Nuten schneller zu ersetzen sind.
Die Kennzeichnung der Nuten kann in drei verschiedenen SDS Systeme unterteilt werden. Hierbei ist zu unterscheiden wie lang sie sind und mit welchem Bohrhammer Gewichtsklasse kompatibel sind. Die SDS Max Bohrer wurden für Bohrmodelle von über 4 Kilogramm entwickelt.

Wie viel Joule hat ein Bohrhammer?

Joule ist eine Maßeinheit die die Einzelschlagenergie beschreibt. Um genau zu sein die jeweilige Kraft, die durch den Schlag des Bohrhammers auf das zu bearbeitende Material ausgeübt wird.

Bei den größeren Bohrhammer kannst du davon ausgehen dass der Joule Wert sehr hoch ist. Profis nutzen hierbei Modelle die 2,5 Joule leisten. Dennoch kannst du dich an ein Wert zwischen 1,5 und 3,5 Joule richten. Wenn du als passionierter Heimwerker einfache Arbeiten im und rund um das Haus haben solltest, wird dich ein geringer Joule Wert zufrieden stellen können.

Wie reinige ich Bohrhämmer?

Wie bei jedem Bohren bildest sich loser Staub den du zunächst mit entfernen solltest. Wichtig hierbei ist dass keine Feuchtigkeit in den Bohrhammer gelangen darf, weswegen ein staubtrockenes Tuch zu verwenden ist. Für eine Lebensdauer deines Werkzeuges sollte siese Grundreinigung nach jeder Verwendung vorgenommen werden.

Sollte hartnäckiger Staub zwischen den Rillen des Material liegen, dann kannst du auch zum Pressluftkompressor oder nach einem Pinsel greifen.

Womit fette ich einen Bohrhammer?

Welches Fett du für dein Bohrhammer zu nutzen hast, hängt von der Größe und Leistung deines Modell ab. In den meisten Bedienungsanleitungen, bekommst du vom Hersteller eine Empfehlung welches Fett anzuwenden ist. Du kannst dir aber merken: Je hochwertiger das Modell ist, desto sorgfältiger solltest du bei der Auswahl des Fettes sein.

Du kannst aber unbesorgt sein, falls du falsche Fett auf dein Bohrhammer aufgetragen hast. Denn dies beeinträchtigt die Funktionsweise überhaupt nicht. Schlimmer wäre es wenn du den Bohrhammer gar nicht einfetten würdest.

Das Fett sollte nicht zu flüssig sein, aber auch nicht zu hart. Bei zu flüssigen Fett ist die Auslauf- und Verschmutzungsgefahr sehr hoch. Dagegen bei zu hartem Fett kannst du die Mechanik im Werkzeug verkleben und bekommst Probleme wenn du das Bohrfutter öffnen willst. Was gefährlich für das Bohrfutter sein kann, ist auch wenn das Fett anfängt zu flocken bzw. wenn du es unregelmäßig aufgetragen hast.

In der Tabelle unten stellen wir für dich kurz dar welche Fette es gibt und für welche Bohrhammer sie verwenden werden sollten:

Fettart Beispiele Bohrhammer
Universalfett WD 40, Melkfette, Caramba Bohrhammer der unteren Preisklassen
Hochwertige Schmiermittel Wälzfette, Gleitlagerfette, Kugellagerfette, Getriebefette Hochwertige Bohrhammer
Flüssige Schmiermittel Hydrauliköle, Motoröle Speziell für ältere Modelle

Was kostet ein Bohrhammer?

Einen Bohrhammer gibt es durch seine verschiedenen Arten auch in allen Preisklassen zu erwerben. Von günstigen Geräten für Anfänger oder für zu Hause bis hin zu sehr teuren Profibohrhämmern ist alles dabei.

Wir finden, dass auch die hohen Preise absolut gerechtfertigt sind, da bei einem Bohrhammer ein reibungsloser Arbeitsablauf, die Sicherheit für den Verwender, die Lebensdauer des Geräts und auch die Qualität der Arbeit ganz weit vorne stehen.

Günstige elektrische Bohrhämmer bekommst du schon ab etwa 50 Euro. Diese Geräte bieten dir damit eine preiswerte Möglichkeit herauszufinden, wie du mit einem Bohrhammer umgehen musst und ob sich ein teurer Bohrhammer wirklich für dich lohnt.

Wenn du der Meinung bist, dass du nicht auf einen qualitativ hochwertigen elektrischen Bohrhammer verzichten kannst, so kannst du für einen richtig guten elektrischen Bohrhammer bis zu 1200 Euro ausgeben.

Typ Preis
Elektrischer Bohrhammer ca. 50-1.200 €
Pneumatischer Bohrhammer ab ca. 80 €

Ein pneumatischer Bohrhammer ist je nach Hersteller und Größe ab 80 Euro erhältlich. Größere Geräte können auch etwa 1.500 Euro kosten. Lafettengeführte pneumatische Bohrhämmer sind kundenspezifisch, weshalb der Preis immer individuell abgestimmt werden muss.

Somit kannst du in diesem Bereich sowohl günstige und kleine Geräte für zu Hause als auch teure und große Maschinen für eine Baustelle finden.

Bohrhammer

Ein günstiger Bohrhammer kostet ca 50 Euro. Ein sehr guter elektrischer Bohrhammer kann bis zu 1200€ kosten, Die Preisspanne für eine pneumatischen Bohrer liegt bei 80-1500€.

Wo kann ich einen Bohrhammer kaufen?

Je nachdem auf welche Aspekte du bei deinem Kauf am meisten achtest, hast du mehrere Möglichkeiten einen Bohrhammer zu erwerben. Du kannst einen Bohrhammer demnach sowohl in Supermärkten oder Discountern, Bauhäusern als auch im Fachhandel kaufen.

Gerade in Baumärkten und im Fachhandel kannst du nochmal eine fachspezifische Beratung genießen, die es in einem Supermarkt oder Discounter natürlich nicht gibt. Außerdem hast du die Möglichkeit deinen Bohrhammer auch im Internet zu erwerben. Sei es auf Plattformen, die gebrauchte Ware anbieten oder bei Internetanbietern, die komplett neue Bohrhämmer verkaufen.

Bei folgenden Shops hast du die Möglichkeit einen Bohrhammer zu kaufen:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • Hornbach
  • OBI
  • Metabo
  • Bosch

Im Internet kannst du dann übersichtlich die Preise der einzelnen Anbieter vergleichen und eventuell die persönliche Beratung aus dem Fachhandel dafür nutzen, um den für dich passenden Bohrhammer zu finden.

Welche wichtigen Hersteller für Bohrhämmer gibt es?

Das Unternehmen Bosch gehört zu den führenden Hersteller unter den Bohrhämmer. Denn dieser steht für Qualität und Zuverlässigkeit.

Bosch stellt nicht nur Werkzeuge her sondern investiert bewusst in die Entwicklung in Bohrhammer um die Geräte stetig zu verbessern. Das deutsche Unternehmen stellt Werkzeuge für den Professionellen bedarf her, aber auch für den gewöhnlichen Heimwerker. Dadurch profitieren alle, egal mit welchem Budget.

Seit 1915 stellt das japanische Unternehmen Makita Werkzeuge her und konnten sich seitdem mit ihren Qualitäts-Geräten sich an die Spitze hoch kämpfen. Die hochleistungsfähigen Motoren und das qualitative Gehäuse kannst du zu jeder Preisklasse käuflich erwerben.

Mit dem roten Design sind die Werkzeuge von Hilti unvergesslich. Der Liechtensteiner Hersteller konnte seine Kunden mit der Qualität sogar soweit überzeugen, sodass der Begriff Hilti in manchen Länder als Synonym für Bohrhämmer fungiert.

Besonders der elektropneumatische Bohrhammer konnte sich auf dem Markt sehr gut etablieren und ist bei vielen Handwerker ein stetiger Begleiter.

Kann ich einen Bohrhammer auch mieten?

Ja, du kannst einen Bohrhammer in verschiedenen Einrichtungen mieten, wenn du möchtest. Hierbei handelt es sich grundsätzlich und ausschließlich um Geräte mit guter Qualität, die keine Discounter-Ware darstellen. Verschiedene bekannte Marken werden je nach Möglichkeit angeboten und an dich vermietet.

Da solche Bohrhämmer mit guter Qualität relativ teuer in ihrer Anschaffung sind, kann es eine gute Möglichkeit für dich sein, solch ein Gerät zu mieten. Besonders eignen tut sich das, wenn du den Bohrhammer nur für einen kurzen Zeitraum benötigst und sich deshalb eine dauerhafte Anschaffung nicht rentieren würde.

Nach unserem Wissen kannst du unter anderem in folgenden Einrichtungen und Mietplattformen einen Bohrhammer mieten:

  • Boels
  • Hornbach DIY Mietservice
  • OBI
  • Bauhaus
  • ebay.de
  • miet24.de

Welches Zubehör gibt es für einen Bohrhammer?

Generell gibt es verschiedene Bohrer, Meißel, Staubabsauger oder Bohrverlängerungen für deinen Bohrhammer. Die Auswahl an Aufsätzen kann jedoch je nach Hersteller und der Art des Bohrhammers variieren.

Wenn du mit einem Bohrhammer arbeitest, verursacht dies eine Menge Staub. Diesen kannst du mit einem Staubabsauger auffangen und absaugen, sodass dir die Arbeit leichter fällt, indem du freie Sicht hast und den Staub nicht weiter einatmest.

Je nach Situation kann es sein, dass du für einen reibungslosen Arbeitsablauf eine Verlängerung für deinen Bohrhammer brauchst. Hierzu gibt es Bohrerverlängerungen, auf die du dann den entsprechenden Bohreraufsatz oder Meißelaufsatz stecken kannst, sodass du nun zum Beispiel noch tiefer in die Wand bohren kannst.

Bei den Bohreraufätzen und Meißelaufsätzen wird nicht nur nach Durchmesser und Breite unterschieden, sondern nach verschiedenen Arten:

Bohreraufsätze Meißelaufsätze
Bohrer für Schnee und Schutt Spitzmeißel
Hohlbohrer Flachmeißel
Glockenbohrer Kanalmeißel

Was ist der Unterschied zwischen einem Bohrhammer und einer Schlagbohrmaschine?

Der wohl sichtbarste Unterschied liegt in der Größe der beiden Geräte. Ein Bohrhammer ist vergleichsweise klein und handlich und eine Schlagbohrmaschine eher groß. Zudem liegt die Abgrenzung in der unterschiedlichen Funktion der beiden Maschinen.

Bei einem Bohrhammer treibt der Antriebsregler den Kolben an, welcher wiederum den Schlagbolzen in Bewegung versetzt. Somit kommt es zu der Schlagbewegung eines Bohrhammers.

Bei einer Schlagbohrmaschine wird mit Gegendruck gearbeitet, welcher verzahnte Scheiben ständig gegeneinander schlagen lässt. So gelangt eine Schlagbohrmaschine zu ihrer Schlagbohrbewegung. Aus diesem Grund ist die Arbeit mit einer Schlagbohrmaschine auch wesentlich kraftraubender, da man den Gegendruck für die Schlagbohrbewegung selbst aufbringen muss.

Bei vielen Schlagbohrmaschinen ist es außerdem so, dass du das Schlagwerk separat zuschalten kannst. Möchtest du dein Gerät also auf weichem Material wie Holz verwenden, so solltest du eher keinen Bohrhammer verwenden.

Greife stattdessen lieber zu einer Schlagbohrmaschine und lass das Schlagwerk ausgeschaltet, um das weiche Material nicht zu zerstören. Gleiches gilt auch für Arbeiten bei denen du extrem präzise und sauber arbeiten musst.

Nach folgenden Kriterien solltest du also entweder einen Bohrhammer oder eine Schlagbohrmaschine kaufen:

  • Größe
  • Funktionsprinzip
  • Kraftaufwand
  • Genauigkeit
Bohrhammer

Durch den Schlagimpuls zertrümmt die Schneide des Bohrers das Material. Die Bohrstange wird nach jedem Schlag umgesetzt, damit sich die Schneide nicht festsetzt.

Entscheidung: Welche Arten von Bohrhämmern gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Grundsätzlich werden Bohrhämmer nach ihren verschiedenen Antriebsarten unterschieden. So gibt es zwei verschiedene Arten von Bohrhämmern:

  • Elektrischer Bohrhammer
  • Pneumatischer Bohrhammer

Dadurch, dass bei jedem dieser Typen eine andere Antriebsart dahinter steckt, bietet jede Art ihre eigenen Vorteile und Nachteile. Abhängig davon, wo du deinen Bohrhammer einsetzen möchtest und welche Dinge dir in diesem Zusammenhang noch von Bedeutung sind, eignet sich eine andere Art von Bohrhammer für dich.

Wir möchten dich im nächsten Abschnitt dabei unterstützen herauszufinden, welche Art von Bohrhammer sich am besten für dich eignet. Dazu stellen wir dir die oben genannten Arten von Bohrhämmern vor und erläutern wiederum ihre jeweiligen Vorteile und Nachteile.

Wie arbeitet ein pneumatischer Bohrhammer und welche Vorteile und Nachteile bietet er?

Bei einem pneumatischen Bohrhammer ist das Antriebsmedium die Druckluft. Kugelventile oder Flatterventile bestimmen hierbei die Druckluftzufuhr und somit die Bewegung des Kolbens gegen das Schlagstück.

Dieses Schlagstück schlägt dann auf das Einsteckende der Bohrstange. In Kombination mit der Umsetzvorrichtung des Schlagstücks, welche bei dauerhaftem Rückprall eine Drehung des Stücks und somit der Bohrstange bewirkt, kann ein Loch in das jeweilige Material geschlagen werden.

Aufgrund seiner verschiedenen Ausführungen kann ein pneumatischer Bohrhammer sowohl von einem Heimwerker als auch von Bauarbeitern auf einer Großbaustelle verwendet werden.

Vorteile
  • Hohe Leistung
  • Für Heimwerker und Großbaustellen geeignet
  • Bohrer und nicht ganzes Gerät ersetzen
  • Verschiedene Aufsätze erhältlich
  • Keine menschliche Kraft erforderlich
Nachteile
  • Bei schweren Typen ist eine Lafette erforderlich
  • Somit aufwendiger Transport
  • Kompressor erforderlich
  • Hohe Anschaffungskosten

Durch die mittlere, aber dennoch von Maschinentyp zu Maschinentyp leicht variierende Leistungskraft eines pneumatischen Bohrhammers, ist dieser sowohl für Heimwerker als auch für Arbeiten auf Großbaustellen geeignet. Bei verhältnismäßig leistungsstärkeren pneumatischen Bohrhämmern ist eine Lafette erforderlich, mit welcher der Bohrhammer gehalten und gesteuert wird.

Außerdem musst du bei einem pneumatischen Bohrhammer keine menschlichen Kräfte außer dem Halten der Maschine aufbringen. Bei pneumatischen Bohrhämmern die durch eine Lafette gehalten werden, brauchst du wiederum gar keine Kräfte aufbringen.

Was allerdings immer erforderlich ist, ist ein Kompressor. Dieser ist nämlich für die Druckluftherstellung zuständig, die du für deinen pneumatischen Bohrhammer brauchst, da dieser nur durch Druckluft angetrieben wird.

Auch für einen pneumatischen Bohrhammer kannst du die verschiedensten Aufsätze kaufen. So kannst du zum Beispiel auch meißeln und in ihrer Größe variierende Löcher bohren. Durch den direkten Kontakt mit dem Bohrmaterial nutzen sich die Aufsätze schneller ab, als die Maschine selbst. Dadurch brauchst du nur die Aufsätze ersetzen und nicht gleich den ganzen Bohrhammer, wodurch du viel Geld sparen kannst.

Wie wird ein elektrischer Bohrhammer angetrieben und wo liegen seine Vorteile und Nachteile?

Ein elektrischer Bohrhammer wird durch einen kleinen Elektromotor im Gerät angetrieben und kann sowohl strombetrieben als auch akkubetrieben arbeiten. Die Drehbewegung des kleinen Elektromotors wird durch das Antriebslager in eine Hubbewegung umgewandelt.

Durch dieses Prinzip wird der Kolben in Bewegung gesetzt. Läuft der Kolben rückwärts, so entsteht Unterdruck, der den Schläger nach hinten bewegt. Wird der Kolben dann wieder vorwärts bewegt, so wird der Schläger ruckartig nach vorne geschleudert. Dieser schlägt dann auf den sogenannten Schlagbolzen, was die Bewegung eines elektrischen Bohrhammers herstellt.

Vorteile
  • Hohe Leistung
  • Stromunabhängig (akkubetrieben)
  • Bohrer und nicht ganzes Gerät ersetzen
  • Verschiedene Aufsätze erhältlich
  • Keine menschliche Kraft erforderlich
Nachteile
  • Stromabhängig (strombetrieben)
  • Oder Generator anschaffen
  • Hohe Anschaffungskosten

Ein elektrischer Bohrhammer ist mit seiner verhältnismäßig geringen Leistung optimal für Heimwerker und kleinere Arbeiten auf Baustellen geeignet. Außerdem braucht man für einen elektrischen Bohrhammer auch keine zusätzliche Lafette.

Bei einem strombetriebenen elektrischen Bohrhammer bist du natürlich von Strom abhängig oder musst zusätzlich einen Generator kaufen, um auch unterwegs mit deinem strombetriebenen elektrischen Bohrhammer arbeiten zu können. Bei einem akkubetriebenen elektrischen Bohrhammer bist du hingegen von einer Stromquelle unabhängig.

Du solltest aber bedenken, dass auch ein Akku irgendwann leer ist und aufgeladen werden muss oder du zur Not einen Ersatzakku in der Nähe hast. Was du auch bedenken musst ist, dass das akkubetriebene Gerät durch das Eigengewicht des Akkus ein bisschen schwerer ist, als das strombetriebene Gerät.

Auch bei einem elektrischen Bohrhammer hast du die Wahl zwischen mehreren Aufsätzen. Mit verschiedenen Bohrern kannst du sowohl kleine als auch große Löcher bohren und mit einem anderen Aufsatz kannst du meißeln.

Dadurch, dass die Aufsätze eher mit dem zu durchbohrenden Material in Kontakt kommen, als die Maschine selbst, nutzen sich diese auch schneller ab. Bei sehr preisgünstigen elektrischen Bohrhämmern, wie zum Beispiel aus dem Discounter, hat man jedoch ebenso an dem Gerät selbst nur kurz Freude.

Der elektrische Bohrhammer ist der Bohrhammer, den wohl die meisten Menschen vor Augen haben, wenn sie an einen Bohrhammer denken. Der elektrische Bohrhammer wird jedoch so gut wie immer mit dem pneumatischen Bohrhammer verwechselt.

Das liegt an folgenden Begrifflichkeiten: Elektrisch und pneumatisch sind die Antriebsarten der beiden Bohrhämmer. Der elektrische Bohrhammer hat aber durch den beschriebenen Unterdruck ein elektrisch- pneumatisches Schlagwerk.

Aufgrund des gleichen Begriffs pneumatisch werden Antriebsart und die Art des Schlagwerks jedoch miteinander vertauscht und somit wird der elektrische Bohrhammer häufig für einen pneumatischen Bohrhammer gehalten.

Bohrhammer

Ein elektrischer Bohrhammer wird durch einen kleinen Elektromotor im Gerät angetrieben und kann sowohl strombetrieben als auch akkubetrieben arbeiten.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Bohrhämmer vergleichen und bewerten

Im nächsten Abschnitt möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Bohrhämmer vergleichen und bewerten kannst. Somit fällt es dir später leichter abzuschätzen, welches Gerät am besten für dich geeignet ist.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Leistung
  • Gewicht
  • Maximale Leerlaufdrehzahl
  • Maximale Leerlaufschlagzahl
  • Schlagkraft
  • Bohrstärke im Material
  • Werkzeugaufnahme
  • Tiefenanschlag
  • Zweithandgriff
  • Meißelfunktion
  • Handhabung
  • Akku
  • Kabellänge
  • Aussehen & Design
  • Weiterer Lieferumfang

Nachfolgend kannst du jeweils genau nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat und wie du diese für dich selbst einordnen kannst.

Leistung

Die Nennaufnahmeleistung von Bohrhämmern steigt in den letzten Jahren immer mehr an, da auch die Leistung von normalen Bohrmaschinen immer mehr zu nimmt und die Hersteller von Borhämmern sich natürlich von den Bohrmaschinen abheben wollen.

Außerdem haben auch die reinen Stahlkonstruktionen und Betonkonstruktionen in den Häusern zugenommen. So sind die älteren Bohrhämmer mit geringerer Nennaufnahme, die für Steinkonstruktionen gut geeignet waren, nicht mehr für die neuen Betonkonstruktionen und Stahlkonstruktionen gedacht.

Deshalb verfügen die elektrischen und pneumatischen Bohrhämmer heutzutage immer mindestens über eine Nennaufnahmeleistung von 700 Watt, damit sie für alle Materialien und Einsatzgebiete geeignet sind. 

Gewicht

Ein Bohrhammer bringt eine Menge an Gewicht mit sich. Die meisten Bohrhämmer wiegen zwischen 2,0 und 6,0 Kilogramm. Du musst dir also im Klaren darüber sein, wie lange du mit einem Bohrhammer arbeiten möchtest.

Es ist auf Dauer sehr anstrengend und kräfteraubend mit einem solch schweren Bohrhammer zu arbeiten. Allgemein gesehen, ist ein elektrischer Bohrhammer am leichtesten. Du solltest aber beachten, ob ein elektrischer Bohrhammer netzbetrieben oder akkubetrieben arbeitet.

Bei einem akkubetriebenen elektrischen Bohrhammer kommt nämlich zusätzlich das Gewicht des verhältnismäßig schweren Akkus dazu. Ein pneumatischer Bohrhammer kann allgemein schwerer sein, da die Geräte in den höheren Preisklassen auch viel größer sind.

Maximale Leerlaufdrehzahl

Die Drehzahl spielt vor allem bei mechanischen Umdrehungen eine große Rolle. So gibt die Drehzahl die Häufigkeit der Umdrehungen pro Minute an. Die Drehzahl gibt demnach die Anzahl der Rotationen deines Bohrhammers an.

Die Leerlaufdrehzahl spielt bei Bohrhämmern aber eher eine untergeordnete Rolle, da es, wie der Name schon sagt, eher auf die hämmernden oder schlagenden Bewegungen ankommt. So ist die Rotationsbewegung bei deinem Bohrhammer vor allem dazu da, den entstandenen Schmutz und Staub aus dem gebohrten Loch herauszuarbeiten.

So ist die Leerlaufdrehzahl bei einem reinen Akkuschrauber im Vergleich viel ausschlaggebender und wichtiger, da es da weniger auf hämmernde und schlagende Bewegungen ankommt. Hier ist die Rotationsbewegung des Geräts viel entscheidender.

Maximale Leerlaufschlagzahl

Die Schlagzahl ist insbesondere bei schlagenden oder hämmernden mechanischen Geräten von großer Bedeutung. Sie gibt die Anzahl an Hüben, die vorne an der Spitze des jeweiligen Geräts ankommen, an.

So spielt die Leerlaufschlagzahl bei Bohrhämmern eine wichtige Rolle. Denn die schlagende oder hämmernde Bewegung eines Bohrhammers ist kennzeichnend für den Arbeitsfortschritt mit dem Bohrhammer. Denn es kommt hauptsächlich auf die Einschläge im Beton, Stahl oder anderem Material an.

Die optimale Leerlaufschlagzahl eines Bohrhammers liegt zwischen 4.000 und 5.000 Schlägen pro Minute. Dabei ist die Schlagzahl nicht abhängig von der Antriebsart des jeweiligen Bohrhammers. So kommt es nicht darauf an, ob ein Bohrhammer elektrisch und pneumatisch angetrieben wird.

Schlagkraft

Die Schlagkraft eines Bohrhammers wird in Joule angegeben. Je höher die Joule-Zahl, desto stärker ist die Kraft des Bohrhammers. Je nachdem, was du mit deinem Bohrhammer machen möchtest, ist entweder ein Bohrhammer mit niedrigerer Schlagkraft ausreichend oder ein Bohrhammer mit mehr Schlagkraft unumgänglich.

Deshalb kann man nicht pauschal sagen, wie viel Joule ein Bohrhammer haben sollte. Möchte ein Heimwerker zum Beispiel ein Bild anbringen, reicht ein Bohrhammer mit 1,5 – 3,5 Joule völlig aus. Mehr Kraft erfordert dann auch tendenziell mehr Übung mit dem Gerät und mehr Routine im Arbeitsablauf.

Möchtest du aber große Mengen an Fliesen entfernen, so ist eine höhere Schlagkraft besser, da die Arbeit dann schneller erledigt ist. Liegt dir präzises Arbeiten jedoch am Herzen, so solltest du lieber zu einem Bohrhammer mit weniger Schlagkraft greifen.

Bohrstärke im Material

Bei Bohrhämmern wird immer die maximal zu erreichende Bohrstärke angegeben. Als Richtlinien werden dafür Beton, Stahl und Holz genannt. In dem Material Holz können die größten Bohrstärken erreicht werden. Ein häufig genannter Wert ist eine maximale Bohrstärke von 30 Millimeter.

In Stahl kannst du nur die jeweils kleinste Bohrstärke erreichen. Unseres Wissens nach liegt der maximal empfohlenen Bohrstärke durchgängig bei 13 Millimeter. Bei dem Material Beton gliedern sich die Werte von 20 bis 28 Millimeter eher in das Mittelfeld der maximal zu erreichenden Bohrstärken ein.

Diese Verteilung liegt vor allem an der jeweiligen Materialhärte. Somit ist Stahl am härtesten und Holz am weichsten. Außerdem spielt die Antriebsart eines Bohrhammers, ob elektrisch oder pneumatisch, keine Rolle bei der zu erreichenden Bohrstärke.

Bohrhammer

Die Arbeit mit einem Bohrhammer kann oftmals sehr laut und störend für andere Mitbewohner oder Nachbarn sein. Von 125 auf 108 dB(A) konnte die Lautstärke jedoch bis heute schon reduziert werden. (Foto: OpenClipart-Vectors / pixabay.com

Werkzeugaufnahme

Durch die damals zunehmende Verbreitung von elektrischen Bohrhämmern, entwickelten die jeweiligen Hersteller auch unterschiedliche Bohrerschaftsysteme und Werkzeugaufnahmen. Diese waren untereinander nicht kompatibel. Erst die Firma Bosch entwickelte Bohrer, die auch in die Bohrhämmer der Firma Hilti passten.

Mit den Jahren haben sich verschiedene Varianten dieser Systeme entwickelt. Die Variante mit dem größten Erfolg ist SDS-plus. Es ermöglicht einen schnellen Wechsel von Meißeln und Bohrern, ohne dabei zusätzliches Werkzeug verwenden zu müssen.

Dieses SDS-plus System kann unabhängig von der Art des Bohrhammers zum Einsatz kommen und zu einem reibungslosen Arbeitsablauf beitragen.

Tiefenanschlag

Oftmals kann es sein, dass du eine bestimmte Tiefe beim Bohren mit deinem Bohrhammer einhalten musst. So kannst du mit einem Tiefenanschlag ein Maß einstellen, welches die Bohrung dann aufweist.

Zum Beispiel kann es sein, dass sich in der Wand Stromleitungen oder Wasserleitungen befinden, die in keiner Weise beschädigt werden dürfen. Hier ist der Tiefenanschlag also die optimale Lösung, um den Stromleitungen und Wasserleitungen nicht zu nahe zu kommen.

Bei den meisten Bohrhämmern ist ein Tiefenanschlag unabhängig von ihrer Art mit integriert. In manchen Fällen kann es auch sein, dass die Staubabsaugung einen integrierten Tiefenanschlag besitzt. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du dir auch separat einen Tiefenanschlag dazu bestellen oder einen angeklebten Zollstock zur Hilfe nehmen.

Zweithandgriff

Ein Bohrhammer verursacht während seiner Benutzung immer wieder einen Rückschlag, den du als Verwender ausgleichen musst. Dafür eignet sich der Zweithandgriff hervorragend. Deine Maschinenführung ist viel gezielter und genauer, wenn du deinen Bohrhammer mit beiden Händen führen kannst. Das bietet viel mehr Stabilität und sorgt für ein sauberes Arbeitsergebnis.

Des Weiteren hast du durch die gezieltere Kontrolle über das Gerät auch mehr Sicherheit für dich selbst. Ein Bohrhammer hat enorm viel Kraft und es entsteht sehr viel Schmutz und Staub bei der Arbeit mit dem Bohrhammer. Durch den aufgewirbelten Staub und Schmutz kann es deshalb dazu kommen, dass du nichts mehr siehst oder deine Atemwege blockiert sind.

Gerade in solchen Situationen kann es schwierig sein mit der Kraft deines Bohrhammers umzugehen. Hier kann dir also der Zweithandgriff helfen, da du trotz der erschwerten Umstände die Kontrolle über dein Gerät nicht so leicht verlierst.

Meißelfunktion

Wenn du ohne großen Kraftaufwand und schnell bohren willst, dann darf die Meißelfunktion nicht fehlen. Für die Meißelfunktion ist die Drehstopp – Funktion im Bohrhammer zuständig. Bei dieser Funktion wird die Rotation deaktiviert und nur das Schlagwerk arbeitet für dich.

Durch die Meißelfunktion im Bohrhammer verrichtest du einfache Meißelarbeit, die beispielsweise ganz hilfreich für Abrissarbeiten sind.

Handhabung

Bevor du dir einen Bohrhammer zulegst, solltest vor dem Kauf das Werkzeug einmal in der Hand halten. Manchmal hast du sogar die Möglichkeit das Modell zu testen. Du solltest auf jeden fall nicht das Risiko eingehen mit dem falschen Bohrhammer dich zu verbohren oder dich zu verletzen. Bei Kauf ist es entscheidend dass die Maschine gut in der Hand liegt.

Zudem sollten die Funktionen am Bohrhammer einfach zu bedienen sein bzw. sie dürfen beim Bohren nicht einfach zu wechseln sein.

Akku

Wenn du ein Bohrhammer mit einem Akku kaufen willst, solltest du bei deiner Wahl auf die Ladezeit sowie auf die Arbeitsdauer achten. Bohrhammer die uns überzeugt haben hatten eine Akkukapazität von mindestens 3 Ampere je Stunde.

Das Ladegerät für den Akku sollte neben dem Überhitzungsschutz auch ein Kurzschlussschutz haben. Wichtig sind zu dem Ladeendabschaltung, sowie das Signalisieren von defekten Akkus.

Kabellänge

Um unbeschwert arbeiten zu können sollte das Kabel deines Bohrhammers mindestens 2 Meter betragen. Sollte sie doch geringer ausfallen kannst du das das Kabel mit einem Verlängerungskabel erweitern. Dabei solltest du darauf dass das Gewicht vom Bohrhammer durch das längere Kabel steigt.

Aussehen & Design

Bis auf die Farben und das Logo unterscheiden sich die Bohrhämmer kaum. Denn alle besitzen die typischen Pistolenform. Damit es in der Hand nicht allzu anstrengend wird, sollte der Griff praktisch geformt sein. Am besten ergonomisch gummiert, damit der Bohrhammer ideal in der Hand liegt und die Vibrationen bei der Arbeit absorbiert wird.

Weiterer Lieferumfang

Der weitere Lieferumfang bietet dir zusätzlichen Komfort und weiteres Zubehör für deinen Bohrer, was im Preis inbegriffen ist und somit langfristig keine weiteren Kosten für diese Gegenstände entstehen.

Deinen Bohrhammer kannst du vor Schmutz und unschönen Kratzern schützen, indem du ihn immer ordnungsgemäß in einen Koffer legst. Außerdem kannst du deinen Bohrhammer so auch viel einfacher von Ort zu Ort transportieren oder ihn bedenkenlos an Freunde weitergeben. Solch ein Koffer ist generell immer beim Kauf dabei.

Außerdem ist manchmal ein kleines Set an Bohreraufsätzen dabei. Weniger oft sind Meißelaufsätze dabei. Grundsätzlich hat dieser Service aber nicht mit der Art des Bohrhammers an sich zu tun.

So kannst du also direkt loslegen, wenn der Bohrhammer bei dir zu Hause ankommt und brauchst nicht extra was dazu bestellen oder dich selbst auf den Weg in den nächsten Baumarkt zu machen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Bohrhammer

Wie stark ist der Einfluss des Gewichts bei einem Bohrhammer?

Wenn du Bohrhammer mit einem Gewicht von 5 kg oder mehr in der Hand hältst dann sind diese fürs Putz abschlagen oder andere schwere Arbeiten zuständig. Diese hälst du waagerecht oder sind fürs Meißeln am Boden gedacht.

Zudem solltest du bedenken dass eine starke Leistung oft für die Gewichtszunahme eines Bohrhammers sorgt.

Welche Sicherheitsmaßnahmen muss ich beim Arbeiten mit einem Bohrhammer beachten?

Bevor du mit dem Bohren beginnst solltest du dich für deine Sicherheit mit Schutzbrille, Handschuhe, Mundschutz und gegebenenfalls mit Gehörschutz ausstatten.
Zudem musst du dich vergewissern dass an der Bohrstelle im Untergrund keine Strom-, Wasser- oder Gasleitung sich befindet.

Stromleitungen verlaufen horizontal und vertikal in der Wand, besonders an den Steckdosen solltest du aufpassen. Bohren solltest du nicht:

  • 15 bis 45 cm unterhalb der Decke und oberhalb des Fußbodens
  • 10 bis 30 cm neben Fenstern, Türrahmen und Zimmerecken

Um 100% sicher zu gehen solltest du im Zimmer das Strom ausschalten und durch Verlängerungskabel aus dem Nebenzimmer beziehen.

Wichtige Aufsätze: Spitzmeißel, Flachmeißel & mehr

Eine Spitzmeißel brauchst du wenn du zum Beispiel feine Details herausarbeiten willst oder um tief und schnell in ein Material zu schlagen. Dieser Aufsatz hat eine Punkt Spitze, die entweder kegelförmig bis zum Schaft verbreitert wird.

Mit dem Kanalmeißel kannst du nach dem Sanieren bzw. Renovieren Kabel unter den Putz legen. Dadurch dass der Meißel am Ende kanalförmig ist, kann er wie ein Fugenmesser durch das Material gleiten.

Wenn du alte Fliesen abschlagen musst dann kannst du den Flachmeißel nutzen. Je nach Breite der Fläche an der Spitze kannst du auch andere Meißelarbeiten machen.

Durch die langsam öffnenden Flanken kannst du die härtesten Materialien mit einem Spaltmeißel spalten. Durch die geschwungene Flanke ist die Spaltkraft beim Eintrieb in das Material sehr hoch.

Den Betonbohrer gibt es mit 2 oder 4 Flanken vorne und in verschiedenen Längen und Breiten zu kaufen. Allerdings kannst du damit aber kein Stahlbeton bohren. Hierfür brauchst du ein Mehrzweckbohrer. Der Nachteil dabei ist, dass du langsamer arbeitest, dafür kannst du Metall und Beton bohren.

Für große Löcher in Beton und Stein brauchst du eine Bohrkrone. Dieser Aufsatz wird auch als Kernlochbohrer bezeichnet und gleicht einer Säge, sie kreisrund ausschneidet. Demnach erhältst du beim Bohren das Innere bzw. den Kern.

Welche Alternative gibt es zu pneumatischen und elektrischen Bohrhämmern?

Alternativ arbeiten die Profis auch mit hydraulischen Bohrhämmern. Der bedeutsamste Vorteil an einem hydraulischen Bohrhammer liegt darin, dass durch die Verwendung von Hydraulikflüssigkeit, wie zum Beispiel speziellem Mineralöl, Wasser und so weiter, eine enorme Kraft in der Maschine aufgebracht werden kann.

Hiermit hast du also die Möglichkeit, wenn du zum Beispiel auf einer großen Baustelle arbeitest, besonders schnell und vor allem große Löcher in das jeweilige Material zu bohren.

Das Antriebsmedium, die Hydraulikflüssigkeit, treibt den Kolben an, der auf das Schlagstück schlägt. Dieses Schlagstück schlägt dann wiederum auf das Einsteckende der Bohrstange, wodurch die typisch hämmernde Bewegung eines Bohrhammers ausgelöst wird.

Vorteile
  • Sehr hohe Leistung
  • Nicht stromabhängig
  • Bohrer und nicht ganzes Gerät ersetzen
  • Verschiedene Aufsätze erhältlich
  • Keine menschliche Kraft erforderlich
Nachteile
  • Lafette erforderlich
  • Mindestens 150 kg schwer
  • Eventuell von Temperatur beeinträchtigt
  • Nicht für den Heimwerker geeignet
  • Hohe Anschaffungskosten

Durch Einsatzgebiete wie Großbaustellen, bringt ein hydraulischer Bohrhammer extrem hohe Leistungen auf, mit denen er harte Materialien wie Stein, Beton oder Holz durchbohren kann. Dies erzielt er natürlich zum einen durch die Art seines Antriebes zum anderen aber auch durch die Größe des Geräts.

Einhergehend mit der Größe ist auch das hohe Gewicht und der damit eher aufwendigere Transport des Bohrhammers. Denn verbunden mit der hohen Leistungsfähigkeit und dem hohen Gewicht, wird ein hydraulischer Bohrhammer ausschließlich mit einer Lafette benutzt, die ebenfalls transportiert werden muss.

Ein Vorteil hierbei ist, dass du überhaupt keine Kräfte aufbringen musst, da die Lafette den Bohrhammer hält und steuert. Einzig und allein bedienen musst du die Maschine. Durch die Hydraulikflüssigkeit kann ein hydraulischer Bohrhammer unabhängig von einer Stromquelle arbeiten.

Es kann bei erhöhten Temperaturen jedoch dazu kommen, dass die Hydraulikflüssigkeit ihre Konsistenz verändert und somit nicht mehr die volle Leistung erbracht werden kann oder es zu Störungen des Geräts kommt.

Für einen hydraulischen Bohrhammer gibt es verschiedene Aufsätze zu kaufen, die durchaus eine andere Art und Weise der Arbeit ermöglichen. So kann neben verschiedenen Bohrern auch ein Meißel aufgesetzt werden.

Durch die verschiedenen Aufsätze nutzen sich diese prinzipiell eher ab, als der Bohrhammer selbst. Dadurch kannst du die Aufsätze leichter ersetzen und brauchst dir nicht gleich einen ganzen neuen Bohrhammer kaufen, was für dich auf jeden Fall preisgünstiger ist.

Die Lebensdauer eines hydraulischen Bohrhammers ist natürlich von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich und kommt darauf an, welches Budget du für ein solches Gerät ausgeben möchtest.

Was du allerdings beachten musst ist, dass es einen solchen hydraulischen Bohrhammer nicht im normalen Handel wie Hornbach oder OBI zu kaufen gibt, sondern bei dem jeweiligen speziellen Hersteller oder Vertriebspartner im Internet bestellbar ist.

Für einen hydraulischen Bohrhammer kann aufgrund der Größe und somit der vorwiegenden Verwendung auf Baustellen ein sehr hoher Preis verlangt werden. Einen solchen hydraulischen Bohrammer kannst du demnach ab 3.000 Euro erwerben.

Große handbetriebene Geräte können bis zu 60.000 Euro kosten. Der Preis bei noch größeren hydraulischen Bohrhämmern und lafettengeführten hydraulischen Bohrhämmern ist kundenspezifisch, weshalb der Preis immer auf Nachfrage festgelegt wird.

Wo kann ich meinen defekten Bohrhammer reparieren lassen?

Allgemein kannst du deinen Bohrhammer bei dem jeweiligen Hersteller reparieren lassen.  Unabhängig davon, ob die Garantie für dein Gerät schon abgelaufen ist, haben die Mitarbeiter im Fachhandel natürlich das passende Know-How, um deinen defekten Bohrhammer zu reparieren.

Außerdem bieten auch manche Baumärkte sowie selbstständige Personen einen Reparaturservice an. Unseren Recherchen nach kannst du bei beispielsweise folgenden Anbietern deinen Bohrhammer reparieren lassen:

  • Hilti
  • Duss
  • Metabo
  • Hitachi
  • Milwaukee
  • OBI

Alternativ kannst du dir auch einfach das passende Ersatzteil von dem Hersteller deines Bohrhammers zusenden lassen und dann deinen defekten Bohrhammer selbst reparieren. So sparst du Geld, musst aber über genaue technische Kenntnisse deines Geräts verfügen und die Zeit für die Reparatur selbst aufbringen.

Wer hat den Bohrhammer erfunden?

Das Prinzip des pneumatischen Bohrhammers wurde von der Firma Flottmann erfunden. Durch den Bergbau und Tunnelbau mussten Löcher in das Gestein geschlagen werden. Somit wurde in den 1860er Jahren der pneumatische Bohrhammer von den Flottmann-Werken in Herne erfunden.

Mit ausgereiftem Wissen und mit Hilfe der Elektrizität, wurde der erste elektrische Borhammer von der Firma Fein im Jahr 1914 gebaut. Die Firma Bosch entwickelte die Technik noch weiter und präsentierte 1932 seinen ersten Bohrhammer.

Mittlerweile ist auch vor allem die Firma Hilti für ihre Bohrhämmer bekannt. Zu diesem Erfolg verhalfen ihnen in den 1960er Jahren, ihre ersten fünf Kilogramm schweren Bohrhämmer. Der erste hydraulische Bohrhammer wurde dann 1973 von dem Ingenieur Vigg Romell entwickelt.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Hanus, B. (2009): Bauen und Handwerken im Garten: Von der Planung bis zum fertigen Projekt. Franzis Verlag.

[2] Klein, H. (2013): Bohren und Aufbohren: Verfahren, Betriebsmittel, Wirtschaftlichkeit, Arbeitszeitermittlung. Springer-Verlag.

[3] König, W. [Hrsg.] (1997): Propyläen Technikgeschichte – Band 3. Propyläen. Berlin.

[4] http://www.werkzeug-news.de/elektrowerkzeuge/07/fein-erfinder/c-e-fein-die-wichtigsten-erfindungen.html

[5] http://www.helpster.de/bohrwerkzeug-so-verwenden-sie-bohrhammer-und-bohrmaschine-richtig_63711

Bildquelle: Pixabay.com / falconp4

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